* 12. April 1846 -Ostern. Nach mehr als 4 Jahren Wanderschaft
findet das Oratorium in der Pinardi-Kapelle (ehemalige Scheune) seinen Platz.
* 1846 - 1852 - Miete und
dann Kauf des Pinardi-Hauses, organisiert er die Abend- und
Sonntagsschulen, das Hospiz für die ärmsten
der Jugendlichen.
* 20. Juni 1852 - Weiht er die Kirche des heiligen Franz von Sales
ein.
* 1853 - 1863 - Baut er neue
Gebäude für Studenten und Handwerker, mit Werkstätten
für Schreiner, Drucker, Schuhmacher, etc. Schreibt
er Bücher und verteilt sie unter das Volk.
* 29. Okt. 1854 - Domenikus Savio, tritt ins Oratorium
ein.
*
18.
Deze.1859 -
Ist die offizielle Geburtsstunde für die sales. Kongregation
(SDB).
* März 1864 - Beginnt
der Bau der
Maria-Hilf-Basilika.
* 09. Juni 1868 - Ist die feierliche Einweihung des
Heiligtums.
* 02. April 1870 - Papst Pius IX. errichtet die Vereinigung der Verehrer Mariens
als Helferin (ADMA).
* 05.August 1872 - Mit Maria Mazzarello
gründet er das Institut der Figlie di Maria Ausiliatrice
(FMA
- im deutschen
Sprachraum: die Don Bosco-Schwestern).
* 11. Nov. 1875 - Die ersten 10
Salesianer reisen als Missionare nach Latein Amerika.
* Im Jahr 1876 - Gründet
er die Fromme Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter (im deutschen Sprachraum: SMDB - Salesianische Mitarbeiter
Don Boscos).
* 31. Jan. 1888 - Don Bosco stirbt. Die Don Bosco Familie
setzt seine Sendung zur Jugend in der ganzen Welt fort
Johannes Bosco wurde am 16. August
1815 in Becchi, einem Weiler in der Nähe von Castelnuovo
d´Asti, heute Castelnuovo Don Bosco genannt, geboren.
Aus einer armen
Familie stammend, bereitete er sich unter großen Entbehrungen
und Schwierigkeiten arbeitend und studierend auf seine Mission
vor.
Diese war ihm
in einem Traum angezeigt worden , den er mit 9 Jahren hatte und
der ihm in der Folgezeit mehrmals, in oft außerordentlicher
Weise bestätigt wurde. Studium in Chieri, wenige Kilometer
entfernt von Turin.
Unter den schönen Kirchen von Chieri war die Kirche Santa Maria della
Scala"
(Heilige Maria von der Stiege" - der Dom) die am meisten von
Johannes Bosco besuchte. Er ging jeden Tag, morgens und abends,
dorthin. Betend
und nachdenkend vor
dem Altar der Kapelle Madonna delle Grazie" (Madonna
der Gnaden") entschied er sich für seine Zukunft.
Mit 19 Jahren
wollte er bei den Franziskanern eintreten. Als der Pfarrer von
Castelnuovo, Don Dassano von dem Entschluß erfuhr, wandte
er sich mit sehr deutlichen Worten an Mamma Margherita:
Versucht
ihn doch von der Idee abzubringen. Ihr seid nicht reich und schon
im fortgeschrittenem Alter. Wenn euer Sohn in den Konvent eintritt,
wie könnte er euch in eurem Alter unterstützen?"
Mamma
Margherita zog sich ein schwarzes
Halstuch über, ging nach Chieri hinunter und redete mit
Johannes: Der
Pfarrer war bei mir, um mir zu sagen, dass du vorhast, in den
Franziskaner - Konvent einzutreten. Versteh mich bitte recht.
Ich will,
dass du darüber nachdenkst und zwar in aller Ruhe. Wenn du dich entschieden hast, dann
folge deinem Weg, ohne auf jemand zu achten.
DIE WICHTIGSTE SACHE
IST, DASS DU DEN WILLEN DES HERREN ERFUELLEST.
Der Pfarrer
würde es gut heißen, wenn ich dich umstimmen würde,
weil es sein könnte, dass ich in naher Zukunft deine Unterstützung
bräuchte. Aber ich sage dir, in diese Sachen mische ich
mich nicht ein.
GOTT STEHT AN ERSTER
STELLE.
Ich stelle
keine Ansprüche an dich, ich erwarte nichts von dir.
Ich bin
arm geboren, habe arm gelebt und will auch arm sterben.
Im Gegenteil
möchte ich dir gleich sagen: wenn du Priester werden würdest
und hättest das Unglück reich zu werden, ich würde
nie mehr einen Fuß über die Schwelle deines Hauses
setzen. Merke dir das gut".
Diese betagte Bäuerin
hatte eine kräftige Sprache, eine große Energie. Johannes
Bosco hätte diese Worte nie vergessen. Nach viel Gebet und
nachdem er sich von Freunden und seinem Beichtvater Don Josef
Cafasso hatte beraten lassen, trat er ins Priesterseminar ein
und nahm das Theologiestudium auf.
Er wurde am 05. Juni
1841 in Turin in der Immaculata-Kirche
zum Priester geweiht. Don Bosco faßte drei feste Vorsätze:
* Rigoros
die Zeit nützen. ** Leiden,
tätig werden, sich demütigen in allem und zu jeder
Zeit, wenn es sich um die Rettung der Seelen handelt. *** Die Liebe und die Sanftmut des hl. Franz von Sales
werden mich bei allem leiten".
Nach Turin
gekommen, wurde er sogleich tief getroffen von dem Schauspiel,
das hunderte von Kindern und Jugendlichen, die sich auf schiefer
Bahn befanden, lieferten, ohne Führung und ohne Arbeit:
er wollte ihnen sein Leben weihen und sie retten.
Am 08. Dezember
1841
hatte er in der Kirche des hl. Franz von Assisi das Zusammentreffen
mit dem ersten von sehr vielen Jugendlichen, die ihn kennenlernen
und ihm folgen sollten: Bartolomäus Garelli.
Es begann so
sein Werk, das erste Oratorium, am Anfang von Ort zu Ort wandernd,
dann an
Ostern 1846 an seinem festen Sitz in Torino-Valdocco, dem Mutterhaus
aller salesianischen Werke.
Die Zahl der Jugendlichen ist schon auf hunderte angewachsen:
sie studieren und lernen einen Beruf in den Werkstätten,
die Don Bosco für sie gebaut hatte. In seinem erzieherischen
Wirken wurde er von seiner Mutter Mamma Margherita, die er aus
Becchi kommen ließ, unterstützt.
Sie sollte
ihm beistehen und für viele seiner Jugendlichen, die ihre
eigenen Eltern verloren hatten, die Mutterstelle einnehmen.
Dann im Jahr 1859 lud er seine ersten
Mitarbeiter ein, sich mit ihm in der Salesianischen Kongregation
zu vereinigen: schnell werden sich überall Oratorien, Berufsschulen,
Internate, Priesterseminare, Pfarreien, Missionsstationen vervielfältigen.
Im Jahr 1872 gründet
er das Institut der Figlie di Maria Ausiliatrice (FMA - im deutschen Sprachraum: Die Don Bosco-Schwestern), die in verschiedenen
Werken für die weibliche Jugend arbeiten werden.
Mitbegründerin
und erste Oberin war
Maria Mazzarello (1837 - 1881) , die am 21. Juni 1951 von Papst Pius XII. heilig
gesprochen werden wird. Aber
Don Bosco verstand es auch zahlreiche Laien zu bewegen, mit den
Salesianern und den
Don Bosco
Schwestern zusammen, sein
ihm eigenes pädagogisches heftiges Verlangen zu teilen.
Seit dem Jahr
1869 hatte er die
Salesianischen Mitarbeiter ins Leben gerufen, die mit vollem Recht an der
Don Bosco Familie teilnehmen und den salesianische Geist leben,
indem sie sich voll im Dienst für die Kirche engagieren.
Mit
72 Jahren war Don Bosco aufgebraucht von der Arbeit, gemäß
dem, was er gesagt hatte: