3.
MARIA DIE HELFERIN
WELTWEIT:
Maria die Helferin weltweit: Hier sind Zeugnisse der Verehrung Mariens in
den verschiedenen Teilen der Welt gesammelt, wo die Salesianer
tätig sind. Kostbar und besonders alt sind zwei Handschriften
von 1659; eine mit einer Liste von
Namen und der Erklärung des Todes für den Glauben,
sowie einer anderen mit der Erklärung der Absage an den
Glauben; beides steht im Zusammenhang mit derselben Christenverfolgung
in Japan. Neben diesen Dokumenten kann man ein großes Schwert
der Samurai bewundern sowie Skulpturen aus Baumästen, die aus dem 18. Jahrhundert stammen
und die Vorfahren darstellen.
Eine Vitrine enthält
zur Erinnerung einige Gegenstände, die den beiden ersten
salesianischen Martyrern in China, Mons. Alois Versiglia und
Don Callisto Caravario gehört hatten.
Es wird dort
auch eine Maria-Hilf-Statue aufbewahrt, die Don Egidio Viganò
auf seiner Reise nach China 1987 von einem romtreuen Bischof
aus Nordchina geschenkt worden war. Darüber hinaus gibt
es in diesem Abschnitt eine große Menge von Darstellungen
der Madonna verschiedenster Machart und aus unterschiedlichstem
Material; sie stammen aus Palästina, Indien, den Philippinen,
Lateinamerika und Afrika.
DIE KRYPTA DES
HEILIGTUMS:

Es handelt
sich dabei um die Räume unterhalb der alten, von Don Bosco
erbauten Basilika, die sich
wunderbar
für die zeitbegrenzten Ausstellungen mit dem Material des
Zentrums bei bestimmten Gelegenheiten, etwa zu Weihnachten, am
Maria-Hilf-Fest, anlässlich der Ausstellung des Heiligen
Grabtuchs eignen.
Dort ist auch
auf Dauer eine kunstfertige bewegliche Krippe aufgestellt, die
Freude bei allen jungen und weniger jungen Besuchern, besonders
bei Kindern, auslöst. An den Wänden werden einige restaurierte kunstvolle Glasfenster gezeigt, die
von Prof. Mario Barberis gemalt und von der Glasmacherei Janni
hergestellt worden waren; sie schmückten noch die 1938 erweiterte
Basilika; leider wurden sie durch die Kriegshandlungen 1943 zerstört.
Am Eingang
der Krypta haben sechs restaurierte Statuen der zwölf Engel mit Lampen
einen würdigen Platz gefunden, die ab 1938 die Umrahmung des großen
Altarbildes mit der Darstellung der Helferin bildeten und 1944
durch die heute dort befindlichen Statuen von Heiligen ersetzt
wurden.
In den angrenzenden
renovierten Räumlichkeiten, die für die Bibliothek
bestimmt wurden, sind Teile des Gitters aufgestellt, die den
Altartraum der ursprünglichen Basilika abgrenzten und durch
das heutige viel stattlichere ersetzt wurden. Auf einer Wand
derselben Räumlichkeit ist der renovierte kostbare Wandteppich
angebracht, den die Damen aus Florenz 1875 Don Bosco für
die Mariahilf-Basilika schenkten.
Der Teppich,
fünf mal zehn Meter groß, ist eine Stickarbeit aus
farbiger Wolle mit Blumenmotiven, der zunächst aus quadratischen
Teilen gefertigt und zusammengenäht wurde. Die Einfassung
besteht aus rechteckigen Stücken, während die gelben
Umrahmungen der Quadrate im Fischgrätenmuster ausgeführt
sind.
DIE BIBLIOTHEK:

Die Bibliothek,
in der ein bedeutender Grundstock das Geschenk
von Oberst Cav. Armando
Marini bildet,
umfasst allgemeine Nachschlagewerke über die Madonna und
die Heiligen mit besonderem Bezug zu den bestehenden marianischen
Heiligtümern in Italien und im Ausland.
Sie enthält
einige Veröffentlichungen
des 16., 17. und 18., noch mehr aber des 19. Und 20. Jahrhunderts
mit
anderswo schwer auffindbaren reichhaltigen Angaben bezüglich
der Volksfrömmigkeit gegenüber der Madonna und besonders
des Ursprungs und der Geschichte der verschiedensten Heiligtümer.
Außer
den Büchern gibt es dort auch die Jahrgänge zahlreicher marianischer
Zeitschriften und entsprechende Zeitungsartikel, die in Sammelmappen
eingeordnet sind.
Ein umfassender
Bereich der Bibliothek ist Büchern der Volksfrömmigkeit der letzten
Jahrhunderte gewidmet,
die sowohl vom historischen, religiösen, ikonographischen
und verlegerischen Gesichtspunkt ein interessantes Erbe bilden.
Inzwischen
wurde auch mit der computertechnischen Erfassung des gesamten
Materials der Bibliothek begonnen; dies zum Zweck einer besseren Katalogisierung, eines leichteren Zugangs
und einer späteren Einbeziehung ins Internet.
DIE SAMMLUNGEN:

Das Zentrum
verfügt über Sammlungen verschiedener Art:
* Bildchen: über
30.000 Stück, die den Zeitraum von 1600 bis 1900 umfassen.
Darunter gibt es Arbeiten aus Nadel und Schere, Pergament oder
bemaltem Papier, in Spitzentechnik französischen, deutschen
und italienischen Ursprungs. Es gibt viele und verschiedene Arten
von Bildern für Verstorbene, Erste Kommunion und Firmung,
Osterkommunion, die geographisch und zeitlich geordnet sind.
* Steindrucke, Mehrfarbensteindrucke, Gravierungen
der Werke
größerer
italienischer und ausländischer Künstler aller Zeiten,
die sich besonders auf das Leben Jesu und der Madonna beziehen.
* Ansichtskarten, Kalender, Skapuliere, Medaillen,
Briefmarken: besonders erwähnenswert
ist eine religiöse und marianische Briefmarkensammlung.