DER ZWECK
DES ZENTRUMS
Das Zentrum
möchte die antike und moderne Frömmigkeit und Verehrung
dokumentieren, die besonders das katholische christliche Volk
Maria zuteil werden ließ. Und hier scheint es mir nützlich,
mit den Worten Pauls VI. auf eine immer lebendige und aktive
Wirklichkeit in der Kirche hinzuweisen, über die heute wieder
mit größerer Dringlichkeit und größerem
Interesse gesprochen wird:
DIE
RELIGIOSITÄT UND FRÖMMIGKEIT DES VOLKES.
Das salesianische
marianische Dokumentationszentrum (CSDM) befindet sich in der
Krypta des
Heiligtums, d.h. in
den Räumen über den Fundamenten der Basilika. Es handelt
sich um Räume mit verschiedener Höhe auf zwei Ebenen,
architektonisch wertvoll, weil sie mit Nischen und Säulen
ausgestattet sind.
Die Verschiedenheit
dieser Räume ist teilweise bedingt durch eine falsche Berechnung
des Planes der Fundamente des Heiligtums selbst. Aufgrund der
geologischen Beschaffenheit des Erdreichs wurde es notwendig,
während der Arbeiten an den Fundamenten tiefer zu graben
als ursprünglich vorgesehen war.
Das Zentrum enthält
gegenwärtig vier Bereiche:
1. Einen Bereich mit einer Dauerausstellung,
die zum Teil neu gestaltet werden muss, weil sich in den
letzten zehn Jahren viel Material angesammelt hat;
2. Einen Bereich für das Studium,
das die Bibliothek und einige Sammlungen von Material enthält,
das auf Anfrage für Studierende oder besonders Interessierte
zugänglich ist.
3. Magazine, die der Öffentlichkeit
nicht zugänglich sind, in denen Gegenstände aller
Art (Statuen, Devotionalien....), einige von beträchtlichem
geschichtlich-künstlerischem Wert, aufbewahrt werden, die
im Bereich der Ausstellung noch keinen entsprechenden Platz gefunden
haben;
4. Die eigentliche Krypta des Heiligtums
mit Räumen für zeitbegrenzte Ausstellungen.
Der Besucher
kann entlang den Stiegen, die zu den Ausstellungsräumen
führen, an den Wänden gemalte oder gegenständliche
Votivgaben sehen.
Es handelt sich um die einzigen gemalten
Votivtafeln, die von Maria, der Helferin, erhalten blieben und
der fast totalen Zerstörung in den Jahren 1935-38 während
der Erweiterungsarbeiten des Heiligtums entgangen sind. Es wird
auch eine Votivtafel, gemalt aus Ölfarbe auf Blech, aufbewahrt,
die auf die Zeit zurückgeht, da Don Bosco noch lebte.
Einige
der ausgestellten Weihegaben wurden nicht direkt von Begnadeten
dieses Heiligtums gestiftet; ihre Herkunft ist unbekannt: sie
wurden antiquarisch erworben und dem Zentrum zur Verfügung
gestellt, wobei die Spender unbekannt geblieben sind.
DIE
DAUERAUSSTELLUNG
Dauerausstellung: diese
ist nach drei Abschnitten eingeteilt:
1.
MARIA IN DER VOLKSFROEMMIGKEIT:

Maria in der Volksfrömmigkeit:
umfasst, was sich auf das Leben Mariens und Christi bezieht,
angefangen von der Geburt (Christi und der hl. Jungfrau) bis
zum Kreuz. Interessant sind einige Darstellungen von Weihnachten
aus verschiedenen Teilen der Welt, Bilder der Jungfrau Maria
aus Salz, Keramik, Holz und auf Briefmarken. Einen besonderen
Platz nimmt das Bild der Immakulata ein, das Don
Bosco
1882 von Giuseppe Rollini, dem Maler, der die Kuppel der Mariahilf-Basilika
später mit Fresken versah, hatte anfertigen lassen.
Wertvoll sind
auch die Erinnerungsstücke an die Schmerzhafte Jungfrau
und das Leiden des Herrn im allgemeinen sowie das Heilige Grabtuch
im besonderen: es befindet sich dort auch der Heilige Nagel mit
einer Beglaubigung der Echtheit durch den Abt der Basilika von
S. Croce in Gerusalemme in Rom.
In verschiedenen
Vitrinen werden die Darstellungen der hl. Jungfrau der größten
Nationen der Welt und der wichtigsten Erscheinungen gezeigt,
wie etwa der Jungfrau von Pilar, von Lourdes, von La Salette,
von Fatima und Guadalupe.
Eine Vitrine
enthält eine größere Zahl von Rosenkränzen,
wie sie zu bestimmten Zeiten von verschiedenen Ordensgemeinschaften
verwendet wurden; darunter befindet sich auch ein Rosenkranz,
den Don Bosco benutzte.
2.
MARIA DIE HELFERIN UND DON BOSCO:

Maria die Helferin
und Don Bosco: Hier kann man die erste Zeichnung und eine Skizze
des Bildes Mariens, der Helferin, bewundern, die Don Bosco vom
Maler Lorenzone vorgelegt worden waren; auf der Wand gegenüber
befindet sich eine übergroße Fotografie desselben
Bildes mit Angabe der Namen der Apostel, die die hl. Jungfrau
umgeben und der Heiligen, deren Statuen den Rahmen des Bildes
schmücken.
Auch die
großen Gemälde von E. Reffo, das den hl. Franz von
Sales darstellt (1896) und von P. Crida (1959) des hl. Dominikus
Savio, der vor einer Statue der Immakulata betet und dabei von
Don Bosco und Mamma Margherita bewundert wird, sind hier zu sehen.
Die Vitrinen
enthalten einige kostbare Erinnerungsstücke, wie die Monstranz, die Don Bosco vom hl. Josef
Cafasso 1858 für die Kirche des hl. Franz von Sales geschenkt
worden war; der Krug des Wunders der Bilokation Don Boscos, das
sich am 14. Oktober 1878 in Frankreich ereignete; das Gemälde
Mariens, der Helferin, mit chinesischen Gesichtszügen, das
der Salesianer Don Mario Acquistapace in Peking hatte anfertigen
lassen.
Auf Tischen sind Fotokopien der Pläne ausgestellt,
die Don Bosco 1860 bei der Gemeinde von Turin für den Bau
der Mariahilf-Basilika einreichte.
Die Neugier
der Besucher richtet sich auch auf ein maßstabgetreues
kleines Modell der Mariahilf-Basilika aus etwa 14.300 Zündhölzern,
hergestellt von Herrn Franco Aloardi aus Treviglio (Bergamo,
Italia); daneben erweckt das kleine Modell des Geburtshauses
Don Boscos in Becchi, maßstabgetreu mit echten Ziegeln
ausgeführt von Herrn Michele Rapolla aus Venosa (Potenza,
Italien) allgemeine Bewunderung.