Die "Camerette
Don Boscos" (persönlichen Räume) befinden sich
heute in zwei Stockwerken Der Grund wird in den folgenden Seiten
verständlich.
EIN
KURZES VORWORT

Im Jahr 1929, anlässlich der Seligsprechung Don Boscos,
entschied sein Nachfolger, Don
Rinaldi,
die von dem Heiligen verwendeten Räume in eine Pilgerstätte
umzugestalten. Es
wurden
also Restaurierungsarbeiten durchgeführt und eine Treppe
innerhalb dieser Räume gebaut.
Zimmer und
Kapelle wurden eingerichtet; man gestaltete ein Museum mit Dokumenten
und verschiedenen Objekten.
Jeder Besucher
konnte das Bett berühren, in dem der Heilige starb, seinen
Schreibtisch.
Aber unglücklicherweise wurden einige Einrichtungsgegenstände
beschädigt und manche Objekte nicht wiedergefunden. Einer
unter diesen, das berühmte Schild mit dem Motto "Da mihi animas,
caetera tolle",
wurde später dank einiger Fotos rekonstruiert. In
den 70-er Jahren wurde die Einrichtung erneut verändert.
Es wurden Kristallvitrinen vor die eingerichteten Zimmer gestellt
und man schuf einen Ausstellungssaal mit zahlreichen Objekten.
Alles blieb so bis zum Jahr 2000, dem Jahr des großen Jubiläums
der katholischen Kirche.
Seit 2000 gibt es also
die renovierten Camerette Don Boscos, hier im folgenden vorgestellt
mit der Besichtigungsordnung, nach der sich jeder Pilger selbst
oder begleitet von einem Führer richten kann.

ERSTES STOCKWERK

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SAAL 1 - DON BOSCO UND SEIN LEBEN
Es gibt
Hinterglasmalereien und -schriften, die an Mama Margareta, an
den Traum des kleinen Johannes von 9 Jahren, an den hl. Johannes
Bosco und an den hl. Dominikus Savio erinnern sowie eine Gegenüberstellung
von Valdocco im Jahr 1864 (Grundsteinlegung der Basilika) und
im Jahr 2001.
Die zwei
Plastiken in der Mitte des Saales, zeigen die Darstellung von
Valdocco im Jahr 1846 (als Don Bosco das Haus des Signor Pinardi
mietete und das Dachgeschoß als Kapelle nutzte) und die
Entwicklung in den Jahren 1852-1859 (mit dem Bau der weiteren
Gebäude und der Kirche des hl. Franz von Sales).
Im Zentrum
des Saales steht ein
"Touch-screen"-Computer, der nach der Wahl der gewünschten
Sprache durch einfaches Berühren das Lesen der verschiedenen
Inhalte ermöglicht, die über der Figur des Heiligen
dargestellt sind.
* Der spirituelle Weg
* Das Oratorium * Sein Erziehungssystem
* Seine Spiritualität * Die salesianische Heiligkeit * Die Nachfolger Don
Boscos
SAAL 2
- DON BOSCO WELTWEIT
Außer
den Hinterglasdarstellungen mit Fotos des Heiligen inmitten seiner
Jugendlichen, am Schreibtisch und mit den ersten Salesianermissionaren,
sind zwei Plastiken zu sehen, die die Entwicklung Valdoccos seit
1868 (dem Jahr des Bauabschlusses der Basilika) bis in unsere
Tage beschreibt.
Auch hier
befindet sich ein "Touch-screen"-Computer mit den entsprechenden
Hinweisen:
* Einsatzbereiche der Salesianer * Die Salesianer weltweit * Die Don-Bosco-Familie * Virtueller Besuch der Camerette * Virtueller Besuch der drei Kirchen
SAAL 3 - 7-MINUTEN-FILME (450 MB!)
In diesem
Saal kann man kurze Einführungsfilme anschauen, die eine
Vorbereitung auf den Besuch des zweiten Stockwerks sind, den
ursprünglichen und eigentlichen "Camerette".
Beim Aufstieg
in den zweiten Stock sieht man an den Wänden zwei Gemälde
des Kunstmalers Giuseppe Crida.:
* Don Bosco mit Mama Margareta und dem
grauen Hund
* Don Bosco bei der Überreichung
der Konstitutionen an Madre Maria
Domenica Mazzarello. |
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ZWEITES STOCKWERK

ARBEITSZIMMER
DON BOSCOS
Es wurde
1853 gebaut und war bis zu dieser Zeit Zimmer und gleichzeitig
Arbeitsraum Don Boscos. Wir wollen an die wichtigsten Episoden
erinnern, die sich hier ereigneten.
26. JANUAR 1854
Don Bosco
versammelt in diesem Raum die jungen Rua, Cagliero, Rocchietti,
Artiglia und sagt ihnen:
"Mit Hilfe Gottes
lade ich Euch ein, mit mir eine Gesellschaft zu bilden.
Wir werden uns "Salesianer"
nennen.
Hier wurde
das erste Mal die Bezeichnung "Salesianer" verwendet
(MB 5,9).
29. OKTOBER 1854: DER
Hl. DOMINIKUS SAVIO
In
dieses Zimmer, von der Tür bis zum Treppenabsatz (es war
die einzige Eingangstür) tritt
Dominikus Savio mit
seinem Vater ein.
Als erstes
sah er auf einem Schild: "Da mihi animas coetera tolle".
Don Bosco
hilft ihm das Motto seiner ersten Messe zu verstehen:
"Gib mir
die Seelen, alles andere nimm!"
Dominikus erklärt dazu ganz ernsthaft: "Ich habe verstanden. Hier gibt es keinen
Handel um Geld, sondern um Seelen. Ich hoffe, dass auch meine
Seele zu diesem Handel gehören wird."
25.
MÄRZ 1855: MICHAEL RUA, DER ERSTE SALESIANER
Der Kleriker Michael Rua (er trägt das Ordenskleid
schon seit drei Jahren), kniet auf den Boden
dieses Zimmers nieder,
und vor Don Bosco legt er die Gelübde der Armut, der Keuschheit
und des Gehorsams ab.
Er ist der
erste Salesianer.
Einige alte Fliesen dieses ursprünglichen Bodens sind -
nach Betreten des Zimmers - im linken Eck erhalten.
Hier schrieb Don Bosco
auch die ersten Regeln der Salesianer, und der Blitz, der vom
Kamin herabfuhr, sein Bett kräftig schüttelte und den
Tisch umkippte, verkohlte sein erstes Manuskript.
1861 wurde das Gebäude ostwärts um die Hälfte
vergrößert, und das Zimmer Don Boscos wurde in diesen
neuen Teil verlegt.
Der zweite Teil blieb Büro seines Sekretärs und kleiner
Empfangsraum für all jene (sie wurden immer zahlreicher),
die mit Don Bosco sprechen wollten.
DIE
KAPELLE
Es ist eine kleine Kapelle, in der Don Bosco in den
letzten Jahren seines Lebens die Messe
zelebrierte.
Über
dem Altar ein kleines Bild der Helferin der Christen, ein Werk
des Malers Giuseppe Rollini.
Don Bosco
zelebrierte hier die letzte Hl. Messe am 11. Dezember 1887.
In der Folgezeit
wurde von seinen Salesianern zelebriert, wobei er auf dem Bett
lag, bei geöffneter Tür, und ihm die Kommunion gebracht
wurde.
In den beiden Schaukästen sind liturgische Gewänder
und Objekte ausgestellt: Kelche, Monstranzen und das Messbuch,
das auf der Seite geöffnet ist, die den Tag der Auferstehung
des Herrn feiert (um an die Entstehung des Oratoriums, den 12.
April 1846, zu erinnern).
KORRIDOR
Gebaut eigens
für Don Bosco, der hierher kam und den Jugendlichen die
Beichte abnahm.
Von den großen
Fenstern aus konnte er außerdem die beiden Stätten
sehen, die ihm am meisten am Herzen lagen: die Jugendlichen,
die im Hof spielten und die Maria-Hilf-Basilika.
Im mittleren Schaukasten sind die vom Heiligen verwendeten Kleidungsstücke
ausgestellt: Talar, Mantel, Handschuhe, Schal etc.
Im geschlossenen Teil des Korridors befindet sich ein kleiner
Saal mit Tisch, der für die Sitzungen des Obernkapitels
verwendet wurde.
Im 1. Stock
wurde der Armstuhl, wo der Leichnam Don Boscos mit den heiligen
Gewändern aufgebahrt wurde, für "den letzten Gruß"
von seinen Jugendlichen aufgestellt.
LETZTES
ZIMMER DON BOSCOS
Auf dem Bett;
das man hier unten sieht, verbrachte Don Bosco seine letzten
Lebenstage. Es war keine Krankheit, die ihn sterben ließ,
sondern das langsame Verlöschen einer Kerze, die
sich ganz verbraucht
hatte. Auf seiner letzten Bettelreise in Frankreich wollte ihn
ein berühmter Arzt von Marseille, Dr. Combai, besuchen,
und er sagte zu ihm:
"Sie sind wie
ein sehr abgetragenes Gewand. Sie haben es an Werktagen und Festtagen
getragen. Um es noch zu erhalten, ist das einzige Mittel, es
an die Garderobe zu hängen. Sie werden verstehen, dass ich
Ihnen zu absoluter Ruhe rate."
"Ich danke Ihnen, Doktor - hatte
er ihm geantwortet - aber das ist die einzige Medizin, die ich
nicht nehmen kann."
Er starb im Morgengrauen des 31. Januar 1888. Den Salesianern,
die um sein Bett herum wachten, murmelte er in den letzten Stunden
zu:
"Liebt
euch wie Brüder. Tun wir allen Gutes, niemand Böses.
Sagt meinen Buben, dass ich sie alle im Paradies
erwarte."
Der Leichnam
Don Boscos wurde von zehntausenden Personen besucht, Salesianern,
Schwestern, Mitarbeitern, Freunden und sehr vielen einfachen
Gläubigen der Stadt Turin und auch von auswärts. Alle
hatten das Gefühl:
"Es ist
ein Heiliger gestorben, der Gott und die Jugendlichen liebte."
Das Begräbnis
danach war ein wahrer Triumph mit einer riesigen Volksmenge.
In diesem Zimmer schrieb Don Bosco mit Hilfe eines Holztabletts
am 19. Dezember 1887 seine letzten Worte. Er schrieb auf der
freien Rückseite einiger Bildchen: kurze Gedanken für
die Wohltäter als Zeichen des Dankes.
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Die letzten
fünf Sätze, die er mit einer allmählich fast unleserlichen
Schrift schrieb, waren:
** "Wer
die Seele rettet, rettet alles. Wer die Seele
verliert, verliert alles."
** "Wer
die Armen unterstützt, dem wird reichlich
vergolten beim Gericht Gottes."
** "Welch
große Vergeltung werden wir haben von
all dem Guten, das wir im Leben tun!"
** "Wer
im Leben Gutes tut, dem wird es im Tod gut
gehen."
** "Im
Paradies genießt man alle Güter, in Ewigkeit."
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DAS
ZWEITE ZIMMER DON BOSCOS (1861-1887)
Dies
war das Zimmer Don Boscos zwischen 1861 und 1887.
Auf dem Schreibtisch
wurden mehr als 20.000 Briefe und viele Bücher geschrieben,
die den Zweck hatten, die Jugendlichen zu unterweisen. Dies geschah
meist nachts, nur mit dem Licht einer Kerze.
Nach seinem Tod war
es 22 Jahre lang Büro und Schlafzimmer von Don Michele Rua,
seinem ersten Nachfolger.
Der Glasschrank
enthält Gebrauchsgegenstände Don Boscos: Tassen, Becher,
Besteck, den Wasserkrug (perfekt versiegelt). Der Glasschrank
war auf der Kommode des Heiligen am Tag seines Todes.
Unten eine
Schachtel mit Nüssen: Es sind jene Nüsse aus einem
Säckchen, die vom "Vermehrungs"-Wunder übrigblieben.
Es waren gut 130 Buben, die davon aßen.

AUSSTELLUNGSBEREICH

*** Der erste Teil präsentiert drei Gemälde
Don Boscos und neun Fotografien (aufgenommen zwischen 1861 und
1888).
*** Der zweite handelt von seiner großen Verlagstätigkeit.
Auf der Theke sind Faksimile und Originale der vom Heiligen verfassten
Schriften zu sehen, die den Zweck hatten, das Evangelium immer
mehr unter allen Menschen zu verbreiten, sowie alle seine Schriften
in Kopie. *** Im dritten Teil ist in Vergrößerung ** einer der ersten Lehrverträge
der Geschichte
zu sehen, datiert 1852, unterschrieben von vier Personen: dem
Arbeitgeber, dem Jungen, dem Vater des Jungen und Don Bosco selbst.
Dies bezeugt das Interesse des Heiligen am sozialen Bereich seines
Werkes.
*** Der
vierte Teil konzentriert sich auf die Gebäude und präsentiert
Baupläne vom Haus Pinardi, vom Haus San Francesco und der
Maria-Hilf-Basilika. Dort befindet sich auch das Modell der Kuppel
der Basilika (von Rollini): Die Salesianermissionare in Patagonien
und die Hilfe der Helferin der Christen in den großen Schlachten
der Geschichte (Lepanto
1517 - Wien 1683).
Dies war die Idee Don Ruas.
*** Der fünfte Teil präsentiert eine Statue
der Jungfrau Maria Consolata und eine vom hl. Franz von Sales,
ein Gemälde des Heiligen, an dem Don Bosco sich inspirierte
für den Namen seiner Kongregation, die Skizze für das
Hochaltarbild der Basilika von Lorenzone, das von Don Bosco selbst
in Auftrag gegeben wurde.
*** Im sechsten Teil können die Pilger die von
den Don-Bosco-Schwestern zur Seligsprechung Don Boscos
mit viel geduldiger Arbeit gefertigte Dalmatik bewundern (1929).
Die vergoldete Holzurne für die Selig- und Heiligsprechung
(1934) befindet sich gegenwärtig in der Unterkirche des
Colle Don Bosco und hier in Turin ist zur Erinnerung ein schönes
Foto in Originalgröße ausgestellt. |
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Der letzte Bereich enthält Objekte von starker Symbolik,
die auf die Hauptgrundsätze der salesianischen Pädagogik
verweisen: ein Schrankaltar (Bedeutung der Eucharistie), die
Kanzel der Franz-von-Sales-Kirche (Verbreitung der Frohen Botschaft),
der Beichtstuhl (die Beichte als "Schlüssel des Himmelreiches")
und das Pult der "Guten Nacht", ein in allen Salesianerhäusern
der Welt überlieferter und heute noch lebendiger Brauch).
DER
ALTAR DER EKSTASE
Dies ist nicht sein ursprünglicher Platz. Er
war im Schlafzimmer Don Boscos aufgestellt. Als er
nicht
hinabsteigen konnte, um die Messe im Heiligtum zu feiern, zelebrierte
er an diesem Altar, den man später wie einen Schrank schließen
konnte.
Im Dezember 1878 dienten ihm an diesem Altar zwei Buben bei der
Messe, Evasio Garrrone und Giovanni Franchini (beide wurden später
Salesianer).
Bei der Erhebung der Hostie sahen sie Don Bosco mit leuchtendem
Gesicht, wobei seine Füße sich vom Altarsockel lösten
und sich in die Höhe erhoben.
Nach Beendigung der Messe, während Don Bosco eine Tasse
Kaffee zu sich nahm, fasste er Mut und fragte:
"Was hatte
Don Bosco an diesem Morgen? Er ist hoch geworden, hoch
"
Don Bosco
sah es, lächelte und sagte: "Ach was, nimm auch Du ein wenig Kaffee!" So ereigneten sich,
in höchster Einfachheit, große Dinge im Haus Don Boscos.
DIE
JETZIGE KAPELLE DER CAMERETTE
Früher war
der Raum ein Zimmer für die Buben, die Don Bosco in Valdocco
als Gäste aufnahm und, nach einigen Quellen, schlief hier
auch Dominikus Savio.
Das Gemälde hinter dem Altar ist von Giuseppe Rollini. Don
Bosco kniet vor der Maria-Hilf-Statue, im Hintergrund, in schwarz
und weiß, Papst Pius IX., der die Salesianischen Konstitutionen
übergibt, die von ihm 1874 approbiert wurden.
Auf den Seitenwänden
Gemälde von Personen, die mit Don Bosco Kontakt hatten.
* Mama Margareta: einziges Originalgemälde
der verehrungswürdigen Mutter Don Boscos.
* Madre Mazzarello, Mitbegründerin
des Instituts der Don-Bosco-Schwestern. * Die
seligen Don Philipp Rinaldi und Don Michael Rua: bzw. dritter und erster
Nachfolger Don Boscos. *
Francesco
Besucco:
einer der ersten Buben des Oratoriums.
* Mama Marianna: Mutter von Michael Rua und große
Hilfe für Don Bosco nach dem Tod von Mama Margareta. * Don Borel, einer der ersten Helfer in der Erziehung bei
Don Bosco. *
Giuseppe
Rollini:
erster Kunstmaler der Basilika.
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Öffnungszeiten der
Zimmer Don Boscos: |
Täglich: 08.30-12.00 und 14.30-18.00 Uhr
Tel. +39.011-52.24.288 / FAX: (Per
Camerette) 011.52.24.262
E-mail: camerette.donbosco@31gennaio.net


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