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ADMA : DIE VEREINIGUNG MARIAS, DER HELFERIN DER CHRISTEN

ADMA-on-LINE

Monatliche Nachricht     -    24. Dezember 2011

Maria schenkt Hoffnung

"Seid wachsam!" So lautet der Aufruf Jesu im heutigen Evangelium. Er richtet ihn nicht nur an seine Jünger, sondern an alle: "Seid wachsam!" (Mk 13,37). Es ist eine heilsame Mahnung, die uns in Erinnerung ruft, dass das Leben nicht nur eine irdische Dimension hat, sondern auf ein "Jenseits" hin entworfen ist, wie eine kleine Pflanze, die aus dem Erdboden aufkeimt und sich zum Himmel hin öffnet.

Eine kleine Pflanze, die denken kann, der Mensch, mit Freiheit und Verantwortung begabt, so dass ein jeder von uns zur Rechenschaft darüber gerufen werden wird, wie er gelebt und wie er seine Fähigkeiten genutzt hat: ob er sie für sich behalten oder ob er sie auch zum Wohl der Brüder und Schwestern hat Frucht bringen lassen. Auch Jesaja, der Prophet des Advents, bringt uns heute zum Nachdenken mit einem zu Herzen gehenden Gebet, das er im Namen des Volkes an Gott richtet. Er gesteht die Verfehlungen seines Volkes ein, und an einem gewissen Punkt sagt er: "Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen" (Jes 64,6).

Wie sollte einen diese Beschreibung nicht beeindrucken! Sie scheint gewisse Panoramen der postmodernen Welt widerzuspiegeln: die Stadt, wo das Leben anonym und flach wird, wo Gott abwesend und der Mensch der einzige Herr zu sein scheint, als sei er der Urheber und Regisseur von allem: Die Bauten, die Arbeit, die Wirtschaft, der Verkehr, die Wissenschaften, die Technik - alles scheint allein vom Menschen abzuhängen. Und manchmal geschieht in dieser nahezu vollkommen erscheinenden Welt entweder in der Natur oder in der Gesellschaft Erschütterndes, so dass wir denken, Gott habe sich gleichsam zurückgezogen, er habe uns sozusagen uns selbst überlassen. In Wirklichkeit ist der wahre "Herr" der Welt nicht der Mensch, sondern Gott. Die Adventszeit will uns dies jedes Jahr in Erinnerung rufen, damit unser Leben seine rechte Ausrichtung auf das Antlitz Gottes wieder finde. Nicht das Antlitz eines "Herrn", sondern eines Vaters und Freundes. Mit der Jungfrau Maria, die uns auf dem Weg durch den Advent führt, wollen wir uns die Worte des Propheten zueigen machen: "Und doch bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände" (Jes 64,7) (Benedikt XVI., Angelus am 27. November 2011).

In einer Welt, die immer mehr in Krise gerät, weil sie immer mehr auf die Vergänglichkeit des Irdischen setzt, schenkt uns Maria die Hoffnung, diesen Advent und die weihnachtliche Freude des Herrn als eine Gnadenzeit zu leben, in der wir wahrhaft ihren Sohn Jesus erfahren dürfen. Nur Jesus kann in Wahrheit das Herz eines Menschen erfüllen, der für das ewige Leben geschaffen ist. In Jesus sind wir wirklich Söhne Gottes, damit wir nicht auf uns selbst zurückgeworfen sind, sondern damit wir Gott mit dem Namen ‚Vater' anrufen können und so teilhaben an seiner Familie.

Dieses Geschenk ist nicht nur für uns bestimmt, sondern wir müssen es an andere weitergeben und weiterschenken: nur so stehen wir in der wahren Nachfolge Jesu. Weihnachten ist die Gnade jenes Lichtes, das unser Antlitz erhellt, und es macht uns zu Trägern des Lichtes Jesu zu jenen, die den Vater nicht erkannt haben und die in der Dunkelheit der Sünde herumirren, in der Verzweiflung, im Schmerz und in der Einsamkeit. Weihnachten bedeutet Zeugnis von der Liebe Gottes zu geben für eine Welt, die von Hass und Krieg verwundet ist. Maria bittet, dass der Friede ihres Sohnes in unseren Herzen herrsche, damit wir keine Angst haben brauchen und nicht Gefangene des Hasses sind.

Unsere Vereinigung von Maria Ausiliatrice ist aufgerufen, ein Zeichen der Hoffnung und der Freude für viele zu sein: dies wollen wir gerne erfüllen mit dem Zeugnis unserer Gruppen und Lokalräte durch eine starke Zugehörigkeit und eine brüderliche Gemeinschaft: mit dem Entstehen und der Ausbildung der Jugendgruppen ADMA, die von Jugendlichen gegründet wurden, von Jesus begeistert, verliebt in Maria, Zeugen des Evangeliums sind. Ebenso auch die jungen Familien, die die Liebe Gottes leben. Mit diesen Gedanken entbieten wir euch alle unsere weihnachtlichen Wünsche und versichern unser besonderes Gebet für euch und für eure Anliegen.

Herr Lucca Tullio, Präsident
Don Pierluigi Cameroni SDB, Geistlicher Leiter

 AUSBILDUNGSWEG 2011-2012


4. Das Maria-Hilf-Bild (Don Pierluigi Cameroni)

Das Maria-Hilf-Bild im Palazzo Madama - Als sich Don Bosco zum ersten mal mit dem Maler Lorenzone traf, dem er den Auftrag für das Hochaltarbild der neuen Maria-Hilf-Kirche übertrug, war dieser verwundert über dessen zahlreichen Ideen. Er drückte sie folgendermaßen aus: "Oben die Jungfrau Maria zwischen den Chören der Engel; unmittelbar um sie herum die Apostel, dann die Chöre der Martyrer, der Propheten, der Jungfrauen und der Bekenner. Im unteren Teil des Bildes die Zeichen der großen Siege Mariens und die Völker aus allen Kontinenten, die ihre Hände zu ihr erheben und sie um Hilfe bitten." Er sprach, als hätte er dieses Bild wirklich vor sich. Lorenzone hörte ihm zu ohne ihn zu unterbrechen und als Don Bosco geendet hatte: "Und wo wollen Sie dieses Bild anbringen?" "In der neuen Kirche!" "Und Sie glauben, es wird dort Platz finden?" "Ja, warum denn nicht?" "Und in welchem Saal soll ich es malen?" "Das wird Ihre Sorge sein!" "Und wo werde ich genügend Platz für dieses Bild finden? Etwa auf der Piazza Castello. Es sei denn, sie wollen eine Miniatur unter dem Mikroskop anschauen." Beide lachten. Der Maler deutete mit seinen Händen die Ausmaße des Bildes, seine Proportionen an. Don Bosco war ein wenig traurig, aber er musste eingestehen, dass der Maler recht hatte. Schließlich entschied er sich, dass auf das Bild nur die Madonna, die Apostel, die Evangelisten und einige Engel kämen. Unter der Glorie der Madonna sollte im unteren Bildrand das Haus des Oratoriums angebracht werden. Er mietete einen großen Salon im Palazzo Madama an, und der Maler machte sich ans Werk: etwa drei Jahre arbeitete er daran. "Eines Tages, so erzählt ein Oratorianerpriester, suchte ich sein Studio auf, um das Bild zu betrachten. Es war das erste mal, dass ich mit Lorenzone zusammentraf. Er stand auf einer Staffelei und brachte letzte Korrekturen am Gesicht der Madonna an. Ohne mein Eintreten zu beachten, setzte er seine Arbeit fort, stieg von der Staffelei und betrachtete sein Werk kurz vor Vollendung. Da bemerkte er meine Anwesenheit, ergriff meine Hand und führte mich an einen Standort, von wo man das Bild gut betrachten konnte: - Schauen Sie, sagte er, wie schön sie ist! Es ist nicht mein Werk, nein; nicht ich habe es gemalt; jemand anderer hat meine Hand geführt. Sie scheinen mir ein Priester aus dem Oratorium zu sein. Sagen Sie Don Bosco, dass das Bild fertig ist, wie er es wünschte. Er war begeistert ohne ein Wort zu verlieren und setzte seine Arbeit fort." Als das Bild in die Kirche gebracht und an seinem Platz befestigt wurde, fiel Lorenzone auf die Knie und brach in Tränen aus. (Memorie Biografiche, IV, 4-5).

Beschreibung des Bildes, wie Don Bosco es sah -

"Das größte Kunstwerk dieser Kirche ist zweifelsohne das gewaltige Bild, das sich über dem Hochaltar im Chor erhebt. Es ist eine hervorragende Arbeit des Malers Lorenzone. Seine Größe misst mehr als sieben mal vier Meter. Das Bild zeigt Maria, die Helferin der Christen, in folgender Darstellung: die Jungfrau ist in ein Lichtermeer gehüllt, gleichsam auf einem Wolkenthron. Sie ist in einen Mantel gehüllt und von einer Engelschar umgeben, die ihr wie ihrer Königin Ehrerbietung erweisen. Mit ihrer Rechten hält sie das Zepter, ein Symbol der Macht, als wollte sie die Worte des Evangeliums wiederholen: Fecit mihi magna qui potens est. Großes hat an mir getan, der mächtig ist. Mit der Linken hält sie das Kind, das seine Hände offen hält als wolle es seine Gnade und seine Barmherzigkeit jenen schenken, die sich bittend an seine Mutter wenden. Auf dem Haupt trägt sie ein Diadem oder eine Krone, die sie als Königin des Himmels und der Erde ausweist. Von oben fließt ein himmlischer Lichtstrahl auf ihr Haupt. In ihm sind die Worte geschrieben: virtus altissimi obumbrabit tibi: die Kraft des Höchsten wird dich überschatten, das heißt wird dich umhüllen und bestärken. Ein anderer Lichtstrahl geht oben von einer Taube aus, der Heilige Geist, und fällt auf das Haupt Marias, in ihm stehen die Worte: ave gratia plena: Sei gegrüßt, o Maria, du bist voll der Gnade.. Dies war der Gruß des Erzengels an Maria, als dieser im Namen Gottes ihr verkündete, dass sie Mutter des Erlösers werden sollte. Weiter unten sieht man die Apostel und die Evangelisten Lukas und Markus lebensgroß dargestellt als wollten sie ausrufen: Regina Apostolorum, ora pro nobis, sie umgeben die heilige Jungfrau, die majestätisch auf den Wolken schwebt. Schließlich finden wir am unteren Rand des Bildes die Stadt Turin und Verehrer der Madonna, die der Jungfrau für die erhaltenen Gnaden danken und sie bitten, sich weiterhin als Mutter der Barmherzigkeit in den Schwierigkeiten des gegenwärtigen Lebens zu erweisen. Insgesamt ist die Arbeit gut ausgeführt und eine gelungene Darstellung. Das große Verdienst dieses Bildes ist seine religiöse Ausdruckskraft. Es beeindruckt denjenigen, der es innig betrachtet" (G. BOSCO, Maraviglie della Madre di Dio, invocata sotto il titolo di Maria Ausiliatrice, Turin 1868, S. 127-128)

Erklärung zum Bild -

Der Name des Malers Tommaso Andrea Lorenzone (1824-1902) bleibt immer mit dem Maria-Hilf-Bild verbunden, das beherrscht wird von der Gestalt der Madonna, die auf ihrem Arm das Kind trägt. Maria steht aufrecht, so wie sie oft zu sehen ist auf den Bildern als Mutter und als Königin, die das Kind zur Anbetung hinhält. Lorenzone hingegeben hat ein anderes Motiv gewählt: Maria steht aufrecht, in vertikaler Position. Diese "vertikale Darstellung" ist ein marianisches Kennzeichen ihrer messianischen und himmlischen Art, wie wir sie auch bei Immakulata-Darstellungen finden: Mond, Sterne, Glorienschein, Thron, erhöhte Stellung, Turm Davids. Ihre vertikale Ausrichtung verweist auf die göttliche Sphäre, in der alle Schöpfung in Gott geheiligt ist. Das Haupt Marias ist mit einer Krone geschmückt. Nur in unserem Bild haben wir eine doppelte Krönung: die Krone der Sterne und das königliche Diadem.
Die Sterne bezeichnen die Nähe zur Göttlichkeit, sie hatten schon ihren Platz in der Antike, in Ägypten und in Mesopotamien, sie verleihen ein geheimnisvolles Antlitz und verweisen durch ihre Schönheit und die Harmonie des Universums auf den Schöpfer. Außerdem bezeichnen sie die Weisheit und die Vollendung (Dtn 12,3). Aber den wichtigsten Hinweis für die Sterne, die auf dem Haupt einer Frau angebracht sind, finden wir in der Apokalypse. "Ein großes Zeichen erschien am Himmel: eine Frau bekleidet mit der Sonne, der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen" (Apk 12,1). Diese zwölf Sterne werden unterschiedlich interpretiert. Sie können die zwölf Stämme Israels bezeichnen oder auch die zwölf Apostel, auch die Gesamtheit der Erlösten, die die Krone der Frau bilden; oder sie bezeichnen die zwölf Tierkreiszeichen, die Gesamtheit des Kosmos, der die Frau umgibt. Auf unserem Bild haben die Sterne sechs Punkte. Dies ist ein marianisches Attribut, wie es auf den Sakrophagen der ersten Jahrhunderte zu sehen ist: Der Stern mit sechs Punkten war Symbol des Hauses David, aus dem der Messias stammt, er verweist uns auf das Geheimnis der Inkarnation, auch weil zwei Dreiecke ineinander greifen: in der Antike wurde dies auf Maria gedeutet, sie ist der Ort, in dem sich Himmel und Erde berühren. Auch wenn es auf dem Bild kaum sichtbar ist, wollte Don Bosco die zwölf Sterne nicht missen, weil sie in der Ikonographie auf die Immakulata verweisen; dadurch wollte der Heilige wahrscheinlich die Spiritualität an das Dogma binden, das damals verkündet wurde, er wollte eine Synthese von der Spiritualität der Ausiliatrice mit jener der Immakulata schaffen.
Weitere Symbole auf dem Bild sind die goldene Krone und das Zepter, das ihre Souveränität andeutet. Der Krone kommt seit Jahrhunderten ein machtvolles Symbol zu als Attribut des Herrschers und als Bild des ganzen Volkes. Es gab verschiedene Typen von Kronen, doch alle bezeichnen die Würde und das Ansehen. Was nun das Bild der gekrönten Maria betrifft, so erblicken wir in ihr das archetypische biblische Bild der Königin Ester (Est. 2,16-18), eine christliche Tradition der ersten Jahrhunderte, die auf das Dogma der Gottesgebärerin verweist, wie auf dem Konzil von Ephesus 431 proklamiert. Krone und Zepter sind typische marianische Zeichen der "Königsherrschaft", der orientalischen Herrscherin. Maria wird dargestellt als Königin, umgeben von Symbolen der Macht: prächtig gekleidet, gekrönt mit Zepter, in ihrer Kleidung und ihrem Schmuck einer Herrscherin der Welt ähnlich. In der Kirche Santa Maria Antiqua in Rom gibt es ein Fresko aus dem Jahre 550, auf dem die Erzengel Michael und Gabriel der Madonna Zepter und Krone reichen. Es ist also keine neue Idee, was auf der Kuppel der Maria-Hilf-Basilika zu sehen ist, wo Gabriel auf der rechten Seite der Madonna eine Krone reicht, während Michael linkerseits die Siegesfahne emporhebt. Sowohl die Krone Marias wie auch jene des Kindes werden von einem Stern überragt. Maria ist die Stella Maris, der Meeresstern, an dem sich die Schiffer orientieren, damit sie diese in den sicheren Hafen geleite. In Bezug auf Christus bedeutet der Stern Göttlichkeit und Erfüllung des Heils, weil Jesus der "Morgenstern" ist, der Stern, der im Osten aufgeht und die Hoffnung eines neuen Tages anzeigt (Apk 22,16; 2 Petr 1,19).
Auch das wertvolle Zepter ist ein königliches Insignium der Macht und der Herrschaft. Die Symbolik des Zepters verweist auf das Gericht und die Investitur der Herrscher in unterschiedlichen Epochen und Kulturen, immer aber bedeutet es ein kraftvolles Wirken. Es ist ein Zeichen, dass ein Werk bis zum Ende geführt wird (Esra 4,17-20). Diese Aussagekraft, dass ein Werk vollendet wird, kommt der Ikonographie der Helferin zu, die sich als Königin zeigt, die machtvoll für ihr Volk eintritt. Das Bild zeigt also nicht eine Madonna in Ekstase, sondern einer Frau, machtvoll in ihrem Wirken. Und dieses Bild entspricht ganz der Spiritualität Don Boscos, in der Darstellung einer Jungfrau, die als Mutter ihre Kinder führt, beschützt, für sie eintritt und immer an deren Seite steht (PAOLO FARIOLI in der Zeitschrift "Maria Ausiliatrice", Mai 2003).
Der Bezug auf die Topographie am unteren Bildrand (in unserem Fall das Oratorium von Valdocco) ist ein Stilelement Lorenzones, dass er auch im Bild des heiligen Josef verwenden wird. Don Bosco war überzeugt, dass Gott sich um sein Werk in Valdocco "in besonderer Weise kümmern werde zur Rettung der Jugendlichen" (P. BRAIDO, Don Bosco prete dei giovani nel secolo delle libertà, Rom 2003, S. 13). Hier finden sich nicht mehr die Hinweise auf die großen Siege Mariens und das Volk (…) mit erhobenen Händen, sondern das Oratorium und mit ihm die unübersehbare Schar der Jugendlichen deuten darauf hin, dass das von ihm begonnene Werk ein Sieg Marias ist und die Jugendlichen "die Völker aus den verschiedenen Weltteilen bilden".

Aktualisierte Interpretation -

Das Altarbild mit der wunderschönen Darstellung der Jungfrau vereinigt sowohl die Ekklesiologie wie auch die Mariologie Don Boscos: Maria als Frau der Kirche, Mutter und ihr Vorbild, in der das Antlitz der Mutter gleich schön wie das des Sohnes aufstrahlt, sie erscheint inmitten von Petrus und Paulus und ist umgeben von Apostel und Evangelisten. In einem Wort: eine apostolische und missionarische Kirche. Das Marienbild Don Boscos ist eine Königin, bekränzt von zwölf Sternen, bekleidet von der Sonne, wie die apokalyptische Frau. Allerdings nicht um die Feinde zu besiegen, sondern liebevoll, fürsorglich mit offenen Armen um ihren Sohn den Menschen zu schenken. Der Sohn seinerseits hält nach den Worten Don Boscos "die Hände ausgebreitet und bietet seine Gnaden und seine Barmherzigkeit jenen an, die sich an seine königliche Mutter wenden". Die Jungfrau Don Boscos "ist bekleidet mit der Sonne", machtvoll in ein göttliches Lichtmeer getaucht, geziert von der Heiligsten Dreifaltigkeit. Genauso wollte sie Don Bosco haben und so erscheint sie auf dem Bild Lorenzones, der voller Ergriffenheit ausrief: "Es ist eine unsichtbare Hand, die die meinige geführt hat". Die Jungfrau Don Boscos ist ein Bild der Kirche, himmlisch, da sie die Hochzeit des Lammes feiert, und irdisch, da sie sich in dieser Welt befindet, jedoch eingetaucht in das göttliche Geheimnis und in seinem Licht, aber gegenwärtig in unseren geschichtlichen Ereignissen, offen für unsere Nöte, gegenwärtig und lebendig in unseren Familien, in allen Salesianerhäusern, sozusagen die Kirche von Valdocco, wie sie im unteren Teil des Bildes zu sehen ist. Dies ist die große Idee Don Boscos, der darin die beiden Titel Helferin der Christen und Mutter der Kirche vereinte, in dem er die Gestalt Marias mit der Sendung der Kirche vereinte. Unter ihrem Mantel finden alle Gläubigen Schutz, sie nährt sie und lässt sie wachsen bis zur Vollendung in Christus. Dies war die Botschaft, die Don Bosco seinen Buben in einer wechselvollen Epoche mitteilen wollte, die sich durch eine neue soziale und politische Situation auszeichnete, da sie sich von einer ländlichen Struktur zu einer Industriegesellschaft wandelte. Damit veränderte sich auch die soziale Ordnung: die Familienstruktur, die veränderten Arbeitsbedingungen, deren Opfer oft die Jugendlichen wurden, die in Armut und Elend endeten. Damals wie heute, zu den Zeiten Don Boscos ebenso wie heute haben die sozialen und kulturellen Veränderungen gewaltige Auswirkungen auf die familiären Strukturen, auf das soziale Netz und auf die Lebensbedingungen. Die Kirche, und mit ihr die Salesianische Familie, ist aufgerufen, Jesus und sein Evangelium zu verkünden, wie es Maria tat. Wir Mitglieder der Salesianischen Familie sehen wie Don Bosco unsere Berufung in der Kirche wie "Hirten für die Jugendlichen", die sie zu Christus führen, der einzige, der ihre Sehnsucht nicht enttäuscht, und ihren Hunger und Durst nach Leben, nach Glück und nach Liebe stillt. Bei diesem Auftrag sind wir nicht allein. Maria ist uns als machtvolle Helferin zur Seite gestellt im Kampf gegen das Böse zum Heil der Jugend. Die Helferin der Christen umsorgt mit der Liebe einer Mutter all jene, die sich in dieser Welt der Dunkelheit um sie versammeln (Pascual Chávez, Mexiko-Stadt, 17. August 2001, V. Internationaler Kongress Maria Ausiliatrice).

Gebet vor dem Bild der Helferin der Christen

O Maria, du Helferin der Christen,
Du, eingetaucht in das Licht der Dreifaltigkeit und auf dem Thron der Wolken,
Du, mit Sternen bekränzt als Königin des Himmels und der Erde,
Du, der Du das Kind hältst, Gottes Sohn,
der mit seinen offenen Händen seine Gnaden schenkt, der sich an Dich wendet.
Du, umgeben von einer menschlichen Krone,
von Petrus, von Paulus, von den Aposteln und den Evangelisten,
die dich als ihre Königin verehren,
Du, die Du Himmel und Erde vereinst,
Du, Mutter der Kirche, schon in himmlischer Glorie,
doch der pilgernden Kirche auf dieser Welt nahe,
mache uns zu unermüdlichen Mitarbeitern des Reiches Gottes,
erfülle uns mit der Leidenschaft des "Da mihi animas",
sei ein Zeichen der Liebe Gottes für die Kleinen und Armen,
beschütze uns vor dem Feind
und führe uns in der Stunde des Todes in die ewige Herrlichkeit. Amen!

                                                    (Pascual Chávez - Generaloberer SDB)

       FAMILIENCHRONIK


ECHO AUF DEN VI. KONGRESS MARIA AUSILIATRICE

"Ich bin sehr glücklich über das, was wir auf dem Kongress erlebt haben. Ich habe alles sehr schön gefunden und vieles ist brauchbar für das geistliche Leben. Ich glaube, dass mich diese Erfahrung für mein ganzes Leben prägt. Es gibt ein Zuerst und ein Danach. In dieser wunderbaren Woche in Polen ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr Gott mich mit seiner Liebe umgibt! Und mit wie viel Liebe und Güte mich die Jungfrau Maria auf meinem Weg begleitet! Wie kann ich Gott und seiner Mutter für die empfangenen Geschenke und Gnaden danken? Wie viel Liebe weckt in mir all das, was ich in Polen erfahren habe! Wie viel Liebe und Dankbarkeit verspüre ich der Jungfrau und Jesus gegenüber! Es war eine große Gnade, dass ich nach Polen fahren durfte. Ich fühle mich geradezu auserwählt und ich denke, dass all jene, die dort waren, nicht anders können als Gott zu danken! (Horacio Bidarra, Salesianischer Mitarbeiter der Provinz Leon - Spanien).

"Unendlich dankbar bin ich Gott, dass ich an diesem unvergesslichen geistlichem Ereignis teilnehmen durfte, das von der Vereinigung Maria Ausiliatrice (ADMA) organisiert wurde. Wollte ich den Kongress in einem Wort ausdrücken, müsste ich sagen, er war phantastisch, perfekt, wie jedes Ereignis bei den Salesianern! Alles hervorragend organisiert bis ins kleinste Detail: der Tagesablauf hervorragend, die Impulse und die Zeugnisse sehr tief, die italienischen Gesangsgruppen, das kleine Symphonieorchester und der kleine polnische Chor waren eine wahre Freude. Jede Gruppe brachte einen oder zwei Jugendliche mit, wie dies der Generalobere gewünscht hatte, damit sie begeistert werden für die Vereinigung Maria Ausiliatrice, deren Mitglieder derzeit fast nur Erwachsene und Ältere sind. Es war ein Fest der Einheit. Eine Begegnung nach Wunsch, mit Momenten des Hörens, des Singens, des Betens, des Reflektierens, des gemeinsamen Arbeitens und der Freizeit. Ich bin überzeugt, dass alle Teilnehmer dieses Kongresses reich beschenkt worden sind und mit neuer Kraft für die Zukunft nach Hause kehrten. Die Harmonie und die Freude waren ein wunderbares Zeichen der Einheit, der Verbundenheit, der Geschwisterlichkeit. Man konnte die Freude Don Boscos und die Liebe Marias, der Helferin spüren. Die Gesänge und Tänze haben den Kongress belebt, die von den 80 Jungendlichen aus Palazzolo (Italien), Mitglieder der Gemeinschaft Schalom, gegründet von Sr. Rosalina Ravasio aufgeführt haben. Auch ihr Lebenszeugnis beeindruckte sehr. Ihr Apostolat unter den Jugendlichen mit Drogen-, Alkohol- und anderen Problemen beeindruckte sehr. Hier entstand eine Jugendgruppe ADMA. Unter ihnen waren viele, die selber geheilt wurden und ein starkes Zeugnis abgaben." (Lilian Via San Martino, La Serena, Chile).

CATANIA (ITALIEN) -

"Am 4. November 2011 besuchte Don Pierluigi Cameroni, Geistlicher Leiter unserer Vereinigung, die Gruppe ADMA von der Kirche "S. Giovanni Bosco" in Catania. Es nahmen auch ADMA-Mitglieder aus der Region Ätna teil. Nach dem gemeinsamen Rosenkranz feierte Don Pierluigi die Heilige Messe mit uns. In seiner Ansprache erinnerte er, dass die Zugehörigkeit zu ADMA ein großes Geschenk der Madonna sei, von unserer Seite aber verlange es, unsere Pflichten als Mitglieder der Salesianischen Familie mit Freude zu erfüllen. Er erinnerte an den Traum von den "zwei Säulen" Don Boscos, in dem ganz klar zum Ausdruck kommt, dass die Kirche unter der Führung des Papstes durch die Verehrung des Altarsakramentes und der Madonna gerettet werde. Nach der Messe berichtete Don Cameroni vom VI. Weltkongress, der im August im Heiligtum der Madonna von Tschenstochau stattfand. Sein Besuch klang mit einer geselligen Begegnung aus" (Don Pennisi Concetto, Geistlicher Leiter).

CORDOBA (ARGENTINIEN) - Provinzrat Argentinien Nord. Am 4. November 2011 versammelte sich im Kolleg Pius X. in Cordoba der Provinzrat von ADMA unter der Leitung von Pater Aldo Tobares. Es nahmen teil: Sig.ra Stella Maris Correa de Recio (Präsidentin), Sig.ra Beatriz Acosta de Sotti (Sekretärin), Sig.ra Elena Muñoz de Castelli (Schatzmeisterin), Nicolás López Zamora, Vertreter von der Jugendbewegung ADMA. Man behandelte verschiedene Themen des Vereinigung, vor allem die Besuche von Padre Aldo bei den Gruppen in Chaco, Corrientes und Salta, außerdem seine Begegnungen in den Regionen von Rio Tercero, Córdoba und seine Begegnung mit der Salesianischen Familie in Cuyo in San Juan. Es wurden die Grundlinien und Planungen für den Nationalkongress Maria Ausiliatrice überprüft, der vom 21. bis 23 September 2012 im Nationalheiligtum von Luján (Buenos Aires) stattfindet (Stella maris Correa de Recio, Provinzpräsidentin ARN).

LUBLJANA (SLOWENIEN) -

Am 15. November 2011 besuchte Don Pierluigi Cameroni den Provinzrat ADMA von Slowenien, der 5 aktive Gruppen und einige in der Aufbauphase vertritt. Die brüderliche Begegnung mit Don Tone Ciglar und Sr. Bernarda Geric hatte den Ausbildungsweg der Vereinigung und den Aufgabenbereich des Provinzrates in der Animation der Gruppen zum Thema.

TURIN-VALDOCCO: ADMA GIOVANILE.

Am 20. November 2011, dem Christkönigssonntag, kamen mehr als 30 Jugendliche von ADMA Giovanile der Gruppe Primaria unter der Leitung von Enrico und Michela Fantino zu einem Besinnungstag zusammen. Don Pierluigi thematisierte einige wichtige Aussagen aus dem hervorragenden Buch Don Boscos "Il giovane provveduto". Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, wie schwierig es heute ist, den Glauben zu leben, die christlichen Werte zu verwirklichen, wie schön es aber auch ist, sich gemeinsam auf einem Weg menschlichen und christlichen Reifens in der Freude und unter der mütterlichen Führung Marias, der Helferin, zu begeben.

ADMA Primaria, Torino-Valdocco, Italia:
ADMA / Santuario di Maria Ausiliatrice
Via Maria Ausiliatrice 32 / 10152 Torino-Valdocco / ITALIA
Tel.: 0039-011.5224216 / Fax.: 0039-011.52224213
E-mail: adma.torino@tiscali.it 
                                                              Der Praesident der ADMA:
                                                              Signor TULLIO LUCCA (Beauftragte bis 2014)
                                                  
E-mail: Tullio.Lucca@gmail.com   
Geistlicher Leiter der ADMA:
Don Pier Luigi CAMERONI / Istituto Salesiano
Via S. G. Bosco 1 - 25075 NAVE - BS, Italien
TEL. 030-2530262 - FAX 030-2533190 / CELL. 340-1452349
E-mail: pcameroni@salesiani.it
                          Internet :  www.donbosco-torino.it/ger/adma
                                           www.admadonbosco.org

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