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ADMA : DIE VEREINIGUNG MARIAS, DER HELFERIN DER CHRISTEN

   ADMA-on-LINE

Monatliche Nachricht   -   24. Dezember

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Maria schenkt uns Hoffnung und Freude

Maria weiß um unser geistliches Leben, sie sieht uns so, wie wir vor Gott sind. Heute befinden sich leider weite Teile der Menschheit in einer Situation, in der Glaube, Liebe, Gebet und Vertrauen in Gott fehlen, trockenes Land, in dem "verhärtete Herzen, Herzen aus Stein" wohnen. Es ist eine verhängnisvolle Situation, die die Trennung des Menschen von Gott bezeichnet, den Verlust jeder Hoffnung. Ein Leben ohne Gott ist ein Leben ohne Sonne, eine tödliche Kälte, ein Leben, des inneren Friedens beraubt, in dem wir uns selber verachten und somit auch die anderen.

Die Madonna sieht unsere Unruhe, die ein Ausdruck unseres Hungers nach Gott ist, unseres Hungers nach Glück, unseres Hungers nach Ewigkeit, nach Unsterblichkeit, nach Heiligkeit, nach innerer Reinigung.
Angesichts dieser unserer Situation unter der Knechtschaft der Dunkelheit, erweist sich uns Gott in seiner Barmherzigkeit, gibt Gott uns Maria, die uns Hoffnung und Freude schenkt. Die Hoffnung, weil Gott uns freikaufen, befreien und die Ketten der Knechtschaft des Bösen sprengen und so die Freude wiedergeben kann, die uns anhält, das Gute zu tun, die Freude der Hoffnung, weil sie uns Jesus bringt, der der Friede und die Hoffnung und die Freude ist.

Wir müssen unsere Herzen der Barmherzigkeit Gottes öffnen, denn wir brauchen die Vergebung der Sünden, die Gnade, die uns heiligt, wir bedürfen der Reinigung des Herzens, wir brauchen den Frieden, wir bedürfen der Freude, der Kraft und des Lichtes. Wir brauchen ab und zu schwierige und schmerzvolle Situationen, sei es in unserem eigenen Leben, sei es in Beziehungen zu anderen. Wir erfahren manchmal unser Unvermögen, weil wir in uns eine Anhänglichkeit an Dinge oder Personen bemerken, die uns in Knechtschaft bringt, obwohl wir uns von ihr zu befreien versuchen. Wir sehen uns oft vor einer Mauer der Gleichgültigkeit und des Egoismus und erfahren unsere Schwachheit in Ereignissen, die wir bestehen müssten.

Jesus hat uns gesagt, dass wir alles, worum wir den Vater in seinem Namen bitten, von ihm erhalten werden. Erbitten wir darum von ihm das, was unser Herz bewegt mit der Kraft des Glaubens, weil ihm nichts unmöglich ist: die Lösung aussichtsloser Fälle, den Frieden in der Welt; die Heilung von schweren Krankheiten, die Wiederzusammenführung zerstrittener Familienmitglieder. Wenn wir miteinander vereint ihn um dasselbe bitten, in voller Einheit gegenseitiger Liebe, ist Jesus selbst in unserer Mitte und bittet gemäß seiner Verheißung den Vater, damit wir es erhalten.
Wie Johannes der Täufer will uns auch die Muttergottes in der Zeit des Advents den Weg zu Gott ebnen, damit er in unseren Herzen ankommen kann, damit er das weihnachtliche Geschenk bringt, den Frieden; Jesus ist unser Friede.

                                                           Don Pier Luigi Cameroni SDB , Geistlicher Leiter


Gebet für das ungeborene Leben

Herr Jesus,
der du treu die Kirche und die Geschichte des Menschen
mit deiner Gegenwart erfüllst;
der du uns hier im Sakrament deines Leibes und Blutes teilhaben lässt
und uns so einen Vorgeschmack auf die Freude des ewigen Lebens gibst;
Wir beten dich an und verehren dich.
Vor dir kniend, Quelle und Liebhaber des Lebens,
wirklich und wahrhaftig anwesend und lebendig in unserer Mitte, flehen wir dich an.
Erneuere in uns den Respekt für jedes ungeborene menschliche Leben, mach uns fähig,
in der Frucht des Mutterschoßes das bewundernswerte Werk des Schöpfers zu erblicken,
bereite unsere Herzen für die großzügige Aufnahme jedes Kindes, dem das Leben geschenkt wird.
Segne die Familien,
heilige die Vereinigung der Vermählten,
lass ihre Liebe fruchtbar sein.
Begleite mit dem Licht deines Geistes die Entscheidungen der Gesetzgeber,
so dass die Völker und Nationen die Heiligkeit des Lebens,
jeden menschlichen Lebens, erkennen und respektieren.
Leite die Arbeit der Wissenschaftler und Mediziner,
so dass der Fortschritt der ganzen Person zu Gute kommt
und niemand Unterdrückung und Ungerechtigkeit erleiden muss.
Schenke den Menschen in Verwaltung und Wirtschaft kreative Liebe,
dass sie die notwendigen Bedingungen schaffen und fördern,
damit die jungen Familien sich frei für ein weiteres Kind entscheiden können.
Tröste die Ehepaare, die unter der Unmöglichkeit leiden,
selber Kinder bekommen zu können,
und sorge für sie in deiner Güte.
Erziehe alle zur Sorge gegenüber den verwaisten und verlassenen Kindern,
so dass sie die Wärme deiner Liebe erfahren können,
den Trost deines göttlichen Herzens.
Mit Maria, deiner Mutter,
der großen Glaubenden, in deren Schoß du unsere menschliche Natur angenommen hast,
erhoffen wir von dir, unserem einzigen und wahren Gut und Heiland,
die Kraft, das Leben zu lieben und ihm zu dienen,
in Erwartung, immer in dir zu leben, in der Gemeinschaft der allerheiligsten Dreieinigkeit.
Amen.

                                                      (Benedikt XVI. am 27. November 2010)

Der Leitungsrat und die ganze Gruppe ADMA Primaria von Turin-Valdocco

wünschen allen Mitgliedern von ADMA in der ganzen Welt
und allen Gruppen der Salesianischen Familie
ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes Jahr 2011,
geführt und gesegnet von Maria, der Helferin der Christen.

  AUF DEM WEG NACH TSCHENSTOCHAU 2011



  

     
 4. Maria, unsere liebenswürdigste Mutter (Don Roberto Carelli SDB)

Maria ist Mutter, Muttergottes und unsere Mutter. Ihre Mütterlichkeit ist das bedeutungsvollste Merkmal und der Grund unseres Vertrauens zu ihr. Wie Montfort sagt, ist sie nach der Ordnung der Gnade nur eine Mutter; "der Sohn und die Kinder stammen von derselben Mutter ab" . Aber wenn sie nur eine Mutter ist, liebt sie auch nur mit einer Liebe: "das Maß, mit dem Maria ihren Sohn geliebt, ist dasselbe, mit dem sie die Menschen liebt, jeden einzelnen Menschen. Ihr Herz liebt durch die Liebe Jesu, darum bilden wir den mystischen Leib" . Maria liebt uns mit derselben Liebe, mit der sie Jesus geliebt hat: Niemand könnte unser Vertrauen zu ihr überhöhen! Darum ist das schönste und weitverbreiteste Bild des Evangeliums, das wir im Herzen tragen, die Weihnachtsdarstellung der Mutter mit dem Kind, das Kind in der Mitte, die Einheit von Kind und Mutter und ihnen gegenüber der heilige Josef, offen für Gottes Wort: Sie gingen in das Haus, und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da vielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef ein Engel des Herrn im Traum und sagte: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten". Da stand Josef in der Nacht auf, und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes, denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen"… Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot". Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel (Mt 2,11-15.19-21).

Um das Vertrauen in die Mütterlichkeit Marias zu verstehen, ist es hilfreich, einen Blick auf die Erfahrung mütterlicher Liebe im Leben zu werfen. Die Mutterliebe ist die erste Liebe, und sie ist eine besondere Liebe: sie steht am Beginn und ist einzigartig und nicht ersetzbar. Es ist die Liebe, die uns wachsen lässt, die uns das Leben gibt und erhält, die uns ins Leben und in unser eigenes Leben einführt, sie ist die Liebe höchster Hingabe und wichtigste Erfahrung. Sie lässt uns am besten die trinitarische Liebe Gottes erahnen, in der die Personen eins sind. Die Beziehung zwischen Mutter-Sohn ist der höchste Ausdruck, da zwei eins sind und einer in zwei, nach einem Wort von Hans Urs von Balthasar, "umfängt das Bewusstsein der Mutter zwei Körper… sie ist Mutter und gleichzeitig das Kind" .

All das ist Maria für Jesus und auch für uns: in einzigartiger Weise für Ihn, weil sie Ihm menschliches Leben gab, und in universaler Weise für uns, weil sie uns göttliches Leben schenkt. Dieses zweifache Muttersein Mariens ist programmatisch in einem Wort des Konzils ausgedrückt: Indem die selige Jungfrau Christus empfing, gebar und nährte, im Tempel dem Vater darstellte und mit ihrem am Kreuz sterbenden Sohn litt, hat sie beim Werk des Erlösers, in durchaus einzigartiger Weise im Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt zur Wiederherstellung des übernatürlichen Lebens der Seelen. Deshalb ist sie uns in der Ordnung der Gnade Mutter (LG 61).

Ein weiterer Aspekt des Mutterseins, der nicht verschwiegen werden darf, ist nach dem Sündenfall die mütterliche Erfahrung, vom Schmerz gezeichnet: wie wegen der Sünde das Geschenk des göttlichen Lebens das Kreuz des Sohnes ist, und wie das Geschenk des natürlichen Lebens nicht ohne den Schmerz der Mutter möglich ist, so zahlt Maria, als Gottesmutter und unsere Mutter, den höchsten Preis der Liebe auf einzigartige Weise mit größerer Liebe und größerem Schmerz. Jede Mutter sieht ihr Kind wachsen und eigene Wege gehen, sie hält es lange in ihren Armen und muss es doch loslassen, aber Maria als Mutter der göttlichen Gnade und Mutter des Erbarmens zeigte ihre mütterliche Liebe in unüberbietbarer Weise: wie sie ihrem Sohn das Licht der Welt geschenkt und ihn als Opfer hingegeben hat, so lässt sie uns wachsen im Leben der Gnade und lässt uns wieder auferstehen aus dem Abgrund der Sünde. Wir sprechen hier von einem engsten und unmittelbarsten Zusammenwirken im Heilsdrama!

Es ist eine mystische Mütterlichkeit, die mehr als jede andere zutiefst ans Kreuz und an die Herrlichkeit gebunden ist, die das christliche Heil ausmachen: "wie die Menschwerdung schon auf Ostern ausgerichtet ist, so ist die messianische Mütterlichkeit auf die geistliche Mütterlichkeit ausgerichtet und findet an Ostern ihre Vollendung" . Der dramatische Charakter der Mütterlichkeit Marias findet in den Worten Montforts schönsten Ausdruck: Man kann auf Maria anwenden, was der heilige Paulus von sich aus sagte: "Meine Kinder, für die ich von neuem Geburtswehen erleide bis Christus in euch Gestalt annimmt" (Gal 4,19). "So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen" (Eph 4,13). Der heilige Augustinus überhöht das, was ich hier gesagt habe, indem er feststellt, dass alle, die vorherbestimmt sind, dem Bild des Gottessohnes gleichförmig zu werden, verborgen im Schoß der seligsten Jungfrau leben, solange sie auf Erden sind .

Ein letzter wichtiger Aspekt für das Verständnis der Mütterlichkeit, ist die Nähe zum Schöpfungsakt Gottes, ist ihr Geschenkcharakter: "Etwas von der Einmaligkeit Gottes leuchtet in jedem neuen Menschen auf… Die Tiefe von Zeugung Empfängnis reicht bis in sein ewiges Leben hinab." Jede Frau, die Mutter wird, weiß, dass ihr das Kind nicht gehört, sondern ein Geschenk ist, nicht Berechnung, sondern Gabe, nicht Frucht der Evolution, sondern Wunder der Hingabe. Und jeder Mann, der Vater wird, schweigt vor dem Wunder des Lebens, dass sich in seiner Frau ereignet, die dem Kind das Licht der Welt schenkt. In Maria, und an ihrer Seite im heiligen Josef, findet diese Erfahrung ihren höchsten Ausdruck, weil ihr Kind das Wunder schlechthin ist: jenes Kind ist der Sohn Gottes und sie ist seine Mutter.

Dieses Kind verletzt nicht die Unversehrtheit der Mutter und die Mutter hält ihren Schöpfer in den Armen! Indem wir uns Maria anvertrauen, vertrauen wir uns jener an, die ihr Muttersein völlig dem Werk Gottes überließ. Dieses Vertrauen zu ihr ist nicht bloß Schutz, Hilfe und moralische Gesinnung, sondern ist ein Ja zum Leben, zur Liebe, zur Würde: Maria hat sich Gott anvertraut, Gott hat ihr Jesus anvertraut und Jesus wird von ihr lernen, in ein Vertrauensverhältnis zu den Aposteln zu treten. So zeigen die Mütterlichkeit Mariens und das Sohnsein Jesu die ganze Wirklichkeit dieses Vertrauensaktes. Er stellt sich in die Reihe der Generation, in die er als Person hinein verwoben und geformt wird, und wo er in Freiheit lernt, sich als Geschenk hinzugeben.

1. Geformt in Maria
Die Kirche hat ihren wahren Ursprung von Maria, in ihrem Haupt und in ihrem Leib: sie ist Mutter des Hauptes, sie ist Modell des Leibes, sie ist auch Mutter des Leibes! Als Mutter der Kirche wünscht sie, dass wir ihr und Jesus ähnlich werden. Sie möchte in uns die Haltungen ihres Sohnes Grund legen und darum zeigt sie uns ihre eigenen Haltungen, die sie einmal ihrem Sohn gegeben und von Ihm erhalten hat. Ihre mütterliche Liebe zu uns zeigt sich darin: sie möchte uns Ihm ähnlich machen und macht uns darum ihr ähnlich. Sich Maria anvertrauen heißt darum, sich von ihr formen lassen. Grignion sagt: Die Heiligen sind geformt in Maria… Der heilige Augustinus nennt Maria forma Dei, die lebendige Gussform Gottes, und das ist sie auch wirklich; denn in ihr allein ist Christus als Mensch gebildet worden, ohne einen Zug seiner Gottheit dabei einzubüßen. Auch der Mensch kann nur in ihr allein zu einem getreuen Abbild Gottes gestaltet werden, soweit die menschliche Natur durch die Gnade Jesu Christi dessen fähig ist .

Es gibt einen Hinweis von Fausto di Riez, der die Fähigkeit Mariens beschreibt, Herzen nach Gottes Willen zu formen. Wir dürfen nicht vergessen, dass sie auch Jesus, der uns geliebt hat bis zum Ende, geformt hat: O Maria, du nährst deinen Schöpfer! Nähre das Brot des Himmels, den Loskauf der Welt. Zeig die Brust dem, der säugt, weil er dem die Wange hinhält, der sie schlägt. Als kleines Kind nährt er sich von der Milch deines Schoßes, als Erwachsenen wird man ihm den Essig reichen. Jetzt trägst du ihn auf deinen Händen, damit er seine Hände später ans Kreuz schlagen lässt. Und du schenkst ihm als Mutter die Nahrung des Leibes, damit er uns und dir, zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist, das ewige Leben schenkt .

2. Gezeugt in Maria
Nach der Ordnung der Gnade ist uns Maria wirklich Mutter. Wir vertrauen uns ihr an, um immer mehr ihre Kinder zu werden. Damit in uns die Haltungen eines Kindes wachsen, müssen wir wissen, dass Maria uns zeugt, sie macht alles, was eine Mutter für ihr Kind tun kann, sie schenkt uns die größten und wichtigsten Gaben. Maria ist für uns aber eine wunderbare Mutter, würdig all unseren Vertrauens, sie liebt uns mit einer hingebungsvollen Liebe. Maria liebt uns wegen der Liebe zu ihrem Sohn, und sie liebt uns mit einer grenzenlosen Liebe, weil sie Gott grenzenlos liebt. "Der erste Grund, warum Maria die Menschen liebt, findet sich in ihrer Liebe zu Gott… Weil es unter allen seligen Geistern niemanden gibt, der Gott mehr liebt als Maria, darum haben wir auch niemanden, der uns, nach Gott, mehr liebt als Maria. Würden wir die Liebe aller Mütter für ihre Söhne, die Liebe aller Brautpaare füreinander, die Liebe aller Heiligen und Engel für ihre Verehrer zusammenfassen, würde diese Liebe nicht an jene herankommen, die Maria für nur eine einzige Seele hat… Ein anderer Grund für die Liebe Marias zu uns ist darin zu sehen, dass wir um den Preis des Todes Jesu Christi erkauft sind" .
Hier wird deutlich, dass die mütterliche Liebe die erste und grundlegende Weise des Vertrauens ist. Ein Kind ist zutiefst der Sorge der eigenen Mutter anvertraut. Dieses Vertrauen ist die erste Erfahrung, das erste Bewusstsein Kind zu sein, es wird und muss etwas Unauslöschliches bleiben. Diese erste Erfahrung ist engstens mit dem Namen der Mutter verbunden, mit dem Ausdruck "Mama", es ist das erste Wort, das jedes kleine Kind artikuliert. Es ist gleichsam eine Einführung in die Welt der Sprache und die Sprache ist die "Mutter-sprache"; es ist für das Kind "das Wort"! Der Mutter vertrauen dürfen, bedeutet vieles. Es ist die Erfahrung des Angenommenseins, des Geliebtseins, des Anerkanntseins, der Vorbereitungen für Größeres. Vertrauen bedeutet, dass man nicht sofort alles wissen und verstehen, nicht alles kontrollieren und bestätigen muss, denn der Glaube ist etwas Ursprüngliches. Im Blick auf Maria und Jesus ist der christliche Weg ein Weg des Glaubens, erprobt in all seinen Schattierungen: Trauen und Vertrauen, Anerkennung, Gehorsam und Dankbarkeit. Bedenken wir, dass Jesus, da er Maria als seine Mutter erfahren durfte, gar nicht anders kann als sie auch uns vertrauensvoll zu schenken mit all seiner Liebe, die er für sie hegte und die sein göttliches Herz für seine menschliche Mutter empfand.

3. Erzogen von Maria

Maria hat Jesus alles gegeben, was eine Mutter einem Kind zu geben vermag: nicht nur das Leben, sondern auch den Sinn des Lebens, nicht nur die physischen Grundlagen, sondern auch die geistlichen, nicht nur den Leib, sondern auch alles, was die Seele bedarf: geistige und praktische Fähigkeiten, die Gaben der Sensibilität, gewisse Charakteranlagen und das Temperament. Maria hat menschlich gesehen Jesus in die Sprache seines Volkes eingeführt, in das Gebet Israels, in die Lektüre und die Liebe zur Tora, in die Sitten der Väter.

Maria ist die beste Erzieherin, denn sie hat nicht nur ihren Sohn erzogen, sondern sie wurde dann auch von ihm erzogen. Es ist ein wechselseitiges Sich-anvertrauen: zunächst er als Sohn und sie als Mutter, dann er als Herr und sie als Jüngerin - Jesus und Maria haben gelernt, all das zu leben, was das Band gegenseitigen Vertrauens nach dem Willen Gottes ausmacht: angesehen und doch gelehrig zu sein, sich sorgen und doch frei von Sorgen zu sein, mit Ausgeglichenheit Hingabe und Loslösung zu leben, alles anzunehmen und zu ertragen, was das Leben an Freud und Leid mit sich bringt, aber auch dafür offen zu bleiben, in Weisheit zu wachsen, um zum vollen Menschsein zu gelangen. Vergessen wir nicht, dass Jesus, als er die Logik der Liebe erklärte, sich der Beispiele und Worte seiner Mutter bediente: in die Erde zu fallen wie ein Weizenkorn, um Frucht zu bringen, in ihm zu bleiben und zu reifen wie die Reben am Weinstock, an der Mutter Maß zu nehmen, nach ihrer Art zu handeln und sich zu geben, zu erwägen und zu urteilen, zu dienen und zu trösten, voranzugehen und abzuwägen.

Niemand außer Maria kann uns so gut zum Willen Gottes unter einem zweifachen Aspekt der Berufung und der Sendung erziehen. Wir sind aufgerufen, uns unsere eigene Berufung "anzueignen" und sie als das zentrale Wesen unserer Identität anzusehen, und zugleich auf unsere eigenen Lebensvorstellungen "freiwillig zu verzichten", und jedes unserer Werke und alle Früchte daraus Gott und der Kirche anheim zu stellen.

In das Erziehungsgeschehen Marias fügt sich das mütterliche und erzieherische Wirken der Kirche ein, das in gewisser Weise als Fortführung jener Sorge verstanden werden kann, die die Mutter bei der Geburt und dem Wachstum Jesu zum Ausdruck brachte. Die Christen sind aufgerufen sich gleichzeitig als Kinder der Jungfrau zu sehen, "bei deren Geburt und Erziehung sie in mütterlicher Liebe mitwirkt", wie auch Kinder der Kirche, da "wir aus ihrem Schoß geboren, mit ihrer Milch genährt und deren Geist belebt werden". Denn beide wirken bei der Zeugung des geheimnisvollen Leibes Christi zusammen: Beide sind Christi Mutter, aber keine von beiden gebiert ohne die andere den ganzen (Leib). Schließlich werden sie klarer erfassen, dass das Wirken der Kirche in der Welt gleichsam eine Weiterführung der Sorge Mariens ist (MC 28).

     Impulse für Gebet und Leben

Mit meinem Geist und meinem Herzen versenke ich mich in das weihnachtliche Geschehen der Mutter mit ihrem Kind. Ich sehe, wie Jesus und Maria sich ähnlich sind, wie sie sich äußerlich und innerlich angleichen und ergänzen. Ich betrachte die Demut Marias als Muttergottes und die Demut Gottes als Menschensohn.
Erkenne ich Maria als meine Mutter an? Fühle ich mich wirklich als ihr Kind? Habe ich die Demut und die Liebe, mich ihr ganz als Kind anzuvertrauen mit meinen Freuden und Schmerzen, ohne Schüchternheit und Zurückhaltung von ihr alle notwendigen Gnaden mit kindlichem Herzen zu erbitten? Wie kämpfe ich gegen die Versuchungen, mich ihr zu verschließen, an? Gegen die Verzweiflung und Mutlosigkeit, gegen Oberflächlichkeit und Verhärtung des Herzens?
Vertrauen wir Maria, der Muttergottes und unserer Mutter, die Eltern an, die Erzieher, alle, die im Erziehungsbereich tätig sind, die Väter und Mütter in den Familien, die geistlichen Väter und Mütter, die Priester und Bischöfe mit ihrem Oberhaupt der Papst, die Lehrer und Katecheten, damit sie die Wahrheit jenes Gottes erkennen, der Fleisch angenommen hat, der ein "Gott für uns" geworden ist.

ADMA 2011 -    Salesianische Familie

VI. Internationaler Kongress von Maria Ausiliatrice 'TOTUS TUUS'   
            Tschenstochau (Polen), 3.-6. August 2011

KONGRESS DER SALESIANISCHEN FAMILIE VERANSTALTET
VON ADMA UND DEN PROVINZEN DER FMA UND SDB IN POLEN
Programm, Information und Anmeldung:

http://www.kongresadma.pl./

 FAMILIENCHRONIK


CHILE - VIII. NATIONALKONGRESS VON ADMA


Vom 22. bis 24. Oktober wurde in Valparaíso der VIII. Nationalkongress der Vereinigung Maria, der Helferin der Christen, (ADMA) abgehalten. Zur Eröffnung fand eine Messe in der Kirche "San Giovanni Bosco" statt, der sich ein kultureller Abend im Auditorium des Salesianerinstituts anschloss, organisiert und durchgeführt von den Jugendlichen der Jugendpastoral und von der Musikgruppe der Einrichtung. Am Kongress nahmen 210 Mitglieder aus allen Teilen des Landes teil; von Iquique bis Punta Arenas - die in den Privathäusern der Gläubigen der Salesianerpfarrei und im Institut von Puerto Aufnahme fanden. Als Thema in diesem Jahr wurde gewählt "Mit Maria, der Helferin, missionarische Schüler des Herrn", das in drei Vorträgen vertieft wurde. Der Weihbischof von Valparaíso, Mons. Santiago Silva, hat das Thema erörtert "Missionarische Jünger im Zeichen von Aparecida"; Rafael Silva, Nationalverantwortlicher für die Missionen, hat die Bedeutung, die Zielsetzungen und die notwendigen Schritte für die Mission aufgezeigt. Schließlich hat Don Patricio Alvarez seinen Vortrag mit dem Titel "Maria, Vorbild des missionarischen Jüngers" gehalten. Der Kongress wurde am Sonntag, den 24., mit der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche "San Giovanni Bosco" abgeschlossen, der der Provinzial, Don Leonardo Santibañez vorstand, in Konzelebration mit Don Vicente Socors, dem geistlichen Leiter auf Nationalebene von ADMA, mit José López Verdugo und Don Augusto Aliaga von der Salesianergemeinschaft Valparaíso. Während des Kongresses wurden auch die Wahlen in der Vereinigung abgehalten. Bestätigt wurde der Nationalpräsident Ricardo Ortiz, der von Rechts wegen auch Koordinator der Area Metropolitana bleibt. Für den Bereich von Valparaíso wurde die Koordinatorin Elsa Villarroel gewählt; für den Bereich von Maule wurde das Ehepaar Gabriel und Loreto Letelier beauftragt; während Lydia Avendano die Koordinatorin für den Bereich von Puerto Montt, Valdivia, Urriaza Gladys und den südlichen Teil übernehmen wird. Im Schlusswort hat der Nationalpräsident von ADMA die Atmosphäre und die Brüderlichkeit betont, in der der Kongress stattfand, wie auch die Aufnahme und Verfügbarkeit der salesianischen Gemeinschaft und er hat schließlich an dem Weltkongress ADMA im Jahre 2011 erinnert.

LUANDA, ANGOLA - November 2010 - Vom 7. bis 10.


November hat der Vikar des Generalobern, Don Adriano Bregolin die Visitatorie von Angola (ANG) besucht. In Begleitung von Filiberto Rodriguez Martin, dem Obern von Angola, hat er in der Kirche San Paolo die Messe zelebriert und ist anschließend mit der Gruppe der Vereinigung Maria Ausiliatrice (ADMA) der Pfarrei und der Kapelle "Guter Hirt" zusammengetroffen.

ERSTE VERSAMMLUNG DER GRUPPE ADMA IN APULIEN - BASILICATA (Italien)


Am Sonntag, den 14. November 2010 fand im Spiritualitätszentrum Mamre di Santeramo (Bari) die erste Regionalversammlung der Gruppe ADMA von Apulien und Basilicata statt. Es haben etwa 120 Mitglieder als Vertreter der zehn aktiven Gruppen der Region teilgenommen. Sie sind mit Begeisterung der Einladung des Provinzvikars Don Guido Errico und des Regionaldelegierten der Salesianischen Familie Don Tommaso De Mitri gefolgt, an diesem ersten Treffen teilzunehmen. Es waren anwesend die ADMA Gruppen von Bari, Bisceglie, Cerignola, Foggia, Lecce, Manduria, Martina Franca, Molfetta und Potenza. Die Zusammenkunft hatte besonderes Gewicht durch die Anwesenheit des Geistlichen Leiters auf Weltebene Don Pierluigi Cameroni. Zu Beginn der Arbeiten hat eine hervorragende Gebetshilfe von der ADMA Gruppe Martina Franca mit dem Titel "Zu Jesus durch Maria" dem ganzen Tag das Programm vorgegeben und die Anwesenden auf das Jahresthema Vertrauen in Maria hingeführt.

Don Pierluigi sprach über die "Identität und Sendung von ADMA" und zur Botschaft des 33. Sonntags im Jahreskreis "Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen" (Lk 21,19). Nach der Begrüßung durch den Regionaldelegierten der Salesianischen Familie und den Provinzvikar folgte ein herzlicher Willkommensgruß durch den neuen Regionalpräsidenten, Herrn Nino Macario. Die Worte von Don Cameroni haben die Hörerschaft des Treffens geradezu erobert: es gab zwei Versammlungen, die erste beschäftigte sich mit Fragen der Ausbildung, die zweite mit Fragen der Organisation. In seiner Rede hat Don Cameroni einen weltweiten Überblick gegeben und die Lebendigkeit von ADMA unterstrichen, vor allem durch seine jüngsten Besuche in Venezuela und auf den Philippinen. Gemeinsam ist allen Gruppen die Tiefe der marianischen Spiritualität und der mutige apostolische Auftrag nach dem Charisma Don Boscos. In allen marianischen Vereinigungen zeigt sich ein großes Interesse für den VI. Internationalen marianischen Kongress in Tschenstochau in Polen vom 3. bis 6. August 2011. Überall breitet sich die Vereinigung von ADMA weiter aus, auch unter den Jugendlichen und jungen Ehepaaren.

Die Schlussversammlung nahm auf verschiedene Aspekte der Quaderni ADMA, die Berichte der Gruppen von Italien und der ganzen Welt sowie der monatlichen Hilfen auf der Internetseite der Vereinigung Bezug, auf die man bei Fragen der Ausbildung und Organisation zurückgreifen kann. Die heilige Messe wurde in der Kapelle des Salesianerinstituts in Konzelebration aller anwesenden Geistlichen Leiter der verschiedenen Gruppen von ADMA gefeiert. Mitgefeiert haben alle Teilnehmer und Mitglieder der Salesianischen Familie von Santeramo. Eine geschwisterliche Agape hat den Tag beendet, der von allen als eine wertvolle Gelegenheit empfunden wurde, um das Leben der Vereinigung in den verschiedenen Bereichen kennen zu lernen und die Zusammenarbeit auf Regionalebene durch den neuen Regionalrat zu koordinieren, der heute offiziell eingesetzt wurde. Man verabschiedete sich mit dem Wunsch zu einem jährlichen Treffen und einige hofften, sich in Polen wieder zu sehen (Don Tommaso De Mitri SDB - Geistlicher Regionalleiter ADMA Apulien).

ADMA Primaria, Torino-Valdocco:
ADMA / Santuario di Maria Ausiliatrice
Via Maria Ausiliatrice 32 / 10152 Torino-Valdocco / ITALIA
Tel.: 0039-011.5224216 / Fax.: 0039-011.52224213
E-mail: adma.torino@tiscali.it 
                                                              Der Praesident der ADMA:
                                                              Signor TULLIO LUCCA (Beauftragte bis 2014)
                                                  
E-mail: Tullio.Lucca@gmail.com   
Geistlicher Leiter der ADMA:
Don Pier Luigi CAMERONI / Istituto Salesiano
Via S. G. Bosco 1 - 25075 NAVE - BS, Italien
TEL. 030-2530262 - FAX 030-2533190 / CELL. 340-1452349
E-mail: pcameroni@salesiani.it
                          Website ADMA-on-LINE :  www.donbosco-torino.it/ger/adma

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