ADMA: DIE VEREINIGUNG
MARIAS, DER HELFERIN DER CHRISTEN
Maria führt uns zu Jesus
Zeugnisse DER SELIGE MICHAEL RUA: eine Berufung durch Maria Wenn es stimmt, dass der Mensch durch seine Erziehung geprägt wird, so trifft das ganz besonders auf Michael Rua zu, der 1852 endgültig als 15-jähriger ins Oratorium aufgenommen wurde, das eine Atmosphäre christlicher und jugendlicher Frömmigkeit und marianischer Verehrung auszeichnete. Derselbe Don Rua erklärte 1895 beim Informationsprozess Don Boscos: "Die Verehrung, die er der Jungfrau Maria entgegenbrachte, zeigte sich in allen Lebensbereichen. Oft sah ich ihn mit großer innerer Ergriffenheit über die göttliche Mutter sprechen; er sprach sehr häufig von ihr, er spornte uns an sie zu lieben, sie zu verehren und ein kindliches Vertrauen in sie zu haben. In Zeiten von Epidemien forderte er uns auf, uns zu ihr zu flüchten, uns von jeder Sünde fernzuhalten und sie mit praktischen Übungen zu verehren, ihre Medaille zu tragen und tägliche Gebete zu ihren Ehren zu verrichten In den Novenen und an den Marienfesten hielt er uns an jeden Tag ihr zu Ehren Opfer zu bringen, und in privaten Gesprächen berichtete er von zahlreichen Gnaden, die er auf ihre Fürsprache erhalten habe. Er hielt uns an, sie zu ehren, und in ihr das wirksamste Mittel zu sehen, um Versuchungen zu überwinden und in der Tugend voranzuschreiten." Bestimmte Ereignisse,
die Don Bosco am Herzen lagen und mit der Zukunft seiner Werke
verbunden waren, verband er mit marianischen Daten. Während
jedes Jahr Don Bosco mit den besten Jungen seines Oratoriums
einen Ausflug nach Becchi machte, übergab er am 3. Oktober
1852, am Rosenkranzfest, Michael Rua das Geistliche Kleid. Michael
war 15 Jahre alt. Als sie am Abend nach Turin zurückehrten,
überwand Michael seine Ängstlichkeit und fragte Don
Bosco: "Erinnern Sie sich an unsere erste Begegnung? Ich
bat Sie um eine Medaille und Sie machten eine eigenartige Geste,
als wollten Sie die Hand mit mir teilen und mir sagen: Wir
beide werden in allem halbe - halbe machen.' Was wollten Sie
damit sagen?" Darauf er: "Mein lieber Michael, hast
Du es noch immer nicht verstanden? Es ist doch ganz klar. Wenn
Du älter bist, wirst Du sehr wohl verstehen, was ich sagen
wollte: Wir zwei werden im Leben alles teilen. Schmerzen, Sorgen,
Verantwortung, Freuden und den ganzen Rest werden wir gemeinsam
haben." Michael schwieg vor Glück. Mit einfachen Worten
hatte Don Bosco ihm sein ganzes Erbe anvertraut. Zeitlebens blieb
Don Rua Don Bosco vertrauensvoll verbunden und stand treu an
seiner Seite, um mit ihm die apostolische Sendung und das unverkennbar
marianische Charisma zu teilen: so wurde er der Erstgeborene
Don Boscos und der Kongregation. Wenn ihr alle in der Gnade Gottes bleibt und jede Todsünde meidet, verspreche ich Euch, dass keiner von Euch von der Cholera befallen wird." Es waren Tage größter Hitze, Anstrengungen, Gefahren, ekelhaften Gestankes. Mit dem einsetzenden Herbstregen verschwand die Pest. Von den Jugendlichen, die Don Bosco freiwillig halfen, wurde kein einziger von der Cholera befallen. Im Seligsprechungsprozess beschrieb Don Giulio Barberis das Innenleben Don Ruas folgendermaßen: "Es war immer sein Bestreben in die Gedankenwelt Don Boscos einzufühlen und dabei alle persönlichen Ansichten und Meinungen zurückzustellen, um sich ganz mit der Vision Don Boscos zu identifizieren. Noch bevor er wusste, dass Don Bosco sich mit dem Gedanken trug die Salesianische Kongregation zu gründen, legte er das Gelübde des Gehorsams ab." Es war der 25. März 1855, Michael war damals 18 Jahre alt. "Von da an dachte ich an nichts anderes mehr, als meinen Willen ganz aufzugeben, um den Willen des Herrn zu erfüllen, wie er sich mir durch Don Bosco zeigte." Michael Rua wurde am Hochfest Maria Verkündigung der erste Salesianer. Er selber erinnert sich in einer Aussage zum Seligsprechungsprozess Don Boscos: "Im Jahre 1855, am Tag Maria Verkündigung, als ich mich im zweiten Jahr der Philosophie befand, legte ich als erster die Gelübde für ein Jahr ab." Er lebte 26 Jahre an der Seite Don Boscos, übernahm ganz seine Spiritualität, in der die Verehrung Marias, der Helferin der Christen, eine wichtige Komponente darstellt. Der Zeuge Lorenzo Saluzzo bekräftigt: "Ich erinnere mich sehr gut vom Diener Gottes die Worte gehört zu haben: "Man kann kein guter Salesianer sein, wenn man nicht Maria, die Helferin der Christen, verehrt." Am 18. Dezember 1859 feierte man im Oratorium Don Boscos in Valdocco in großer Freude und Festlichkeit das Fest Maria Immaculata. Die 184 Jugendlichen, die als Interne bei Don Bosco waren, bildeten das Herz jener tausend Jugendlichen des Sonntagsoratoriums, die sich im Spielhof und auf den umliegenden Wiesen drängten. Sie sangen, beteten und empfingen die heilige Kommunion während der Messe Don Boscos. Nach einem ausgiebigen Frühstück vergnügten sie sich bei zahlreichen Spielen, um sich danach wieder in Gruppen zu sammeln für den Katechismusunterricht. Viele suchten mit Don Bosco das Gespräch über ihre Arbeit, ihre Familie, ihre Probleme und ihre Zukunft. Nachdem die abendlichen Abschiedsgesänge verklungen waren, dankte Don Bosco müde, aber glücklich bei der gewohnten Guten Nacht' der Muttergottes für den wunderschönen Tag und alle stimmten in diesen Dank ein. Danach wandte er sich an die internen Jugendlichen des Hauses und an ihre Assistenten (die bereits den Talar der Kleriker trugen) und richtete eine kurze Botschaft an etwas zwanzig von ihnen, die er besonders in sein Herz eingeschlossen hatte. "Don Bosco kündigte an, dass er am folgenden Tag, einem Freitag, in seinem Zimmer eine besondere Zusammenkunft abhalten wolle, nachdem sich die anderen Jugendlichen zur Ruhe begeben hätten. Die Einladung gelte jenen, die daran teilnehmen wollen. Für die Priester, die Kleriker und die Laien, die mit Don Bosco die Arbeit im Oratorium und seine Mühen und Sorgen teilten, würde diese Zusammenkunft sehr wichtig sein." Am Abend des 9. Dezember, nach einem anstrengenden Tag des Gebetes, des Studiums, der Arbeit und der Spiele drängten sich 19 Jugendliche in das Zimmer Don Boscos. Wie die Chronik von Don Lemoyne und das Protokoll vom Biografen A. Amadei berichten, rief Don Bosco zu Beginn den Heiligen Geist an und den Beistand der Allerseligsten Jungfrau Maria und fasste noch einmal zusammen, was er in früheren Konferenzen ausgeführt hatte. "Sichtlich bewegt verkündete er, dass nunmehr die Stunde gekommen sei, eine Gesellschaft zu gründen, die er seit langer Zeit beabsichtigte und der sein Hauptaugenmerk und seine ganze Sorge galt. Pius IX. hat ihn zu dieser Gründung ermutigt, die schon durch die Beobachtung der bisherigen Hausregeln grundgelegt war und der der größte Teil der Anwesenden innerlich schon zugestimmt hatten, einige unter ihnen sogar durch zeitliche Versprechen. Es sei nun
der Moment gekommen, da sie sich nun bereit erklären müssten,
der Frommen Gesellschaft beizutreten, die den Namen des hl. Franz
von Sales angenommen habe." In einer solchen Kongregation,
die der wichtigste Rückhalt des Oratoriums sei, sollten
nur jene eingeschrieben sein, die nach reiflicher Überlegung
den Wunsch hätten, sich Gott zu weihen und später die
Gelübde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams abzulegen,
um ihr Leben der armen und gefährdeten Jugend zu widmen.
"Deshalb sollten zur nächsten Konferenz nur jene eingeladen
werden, die daran teilnehmen wollten." Für Michael
Rua (22 Jahre) gab es keine Zweifel. Don Bosco hatte eine Einladung
ausgesprochen, für ihn war sie, wie immer, ein Befehl. Am
Tag danach begab er sich zu Exerzitien in das Missionshaus, denn
er erhielt die Niedrigen Weihen (11. Dezember) und die Subdiakonatsweihe
(17. Dezember). Ankündigung des VI. Internationalen Kongresses von Maria Ausiliatrice Von Herzen
danken wir für die Möglichkeit, dass wir uns als Mitglieder
der Vereinigung Maria, der Helferin der Christen, an Euch, die
Teilnehmer der Spiritualitätstagung der Salesianischen Familie,
wenden dürfen. Die Zugehörigkeit und die Teilnahme zur Salesianischen Familie finden ihren Ausdruck in der Pflege brüderlicher Verbundenheit und Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen, im gegenseitigen sich kennenlernen, in der geistlichen Gemeinschaft und in der gemeinsamen apostolischen Sendung. Die Vereinigung Marias, der Helferin der Christen (ADMA), vom hl. Johannes Bosco 1869 gegründet, gehört zur Salesianischen Familie. Sie pflegt "die salesianische Verehrung zur Helferin in einer Weise, wie sie von Don Bosco selbst eingesetzt wurde. Diese Zugehörigkeit verpflichtet, Maria, Helferin und Mutter der Kirche, zu ehren und hat teil an der Sendung Don Boscos zur Jugend und zum einfachen Volk, besonders unter dem Aspekt den christlichen Glauben unter dem Volk zu fördern und zu verteidigen." In der Salesianischen Familie unterstreicht und verbreitet die Vereinigung die volkstümliche Marienverehrung als Mittel der Evangelisierung und der Förderung der einfachen Volkschichten und der bedürftigen Jugend. "Wenn heute der Glaube auf harte Proben gestellt wird und manche Söhne und Töchter des Gottesvolks wegen ihrer Treue zu Jesus, dem Herrn, Bedrängnissen ausgesetzt sind, wenn in der Menschheit eine ernste Krise geistiger Werte sichtbar wird, dann empfindet die Kirche die Notwendigkeit des mütterlichen Eingreifens Marias: um ihr eigenes Festhalten an den einen Herrn und Heiland zu stärken, um mit der Frische und dem Mut des christlichen Anfangs die Evangelisierung der Welt voranzubringen, um dem Glauben der Gemeinschaften und der einzelnen Licht und Führung zu geben, vor allem, um die jungen Menschen, denen Don Bosco sich als Vater und Lehrer ganz hingegeben hat, zum christlichen Bewusstsein für ihr Leben zu erziehen" (Papst Johannes Paul II. Angelus am 31. Januar 1988). Eine besondere Form, um die Verehrung Mariens, der Helferin, nach dem Geist Don Boscos zu leben und zu verbreiten, vor allem innerhalb der Salesianischen Familie, ist die Förderung der Internationalen Kongresse von Maria Ausiliatrice, die offen stehen für alle Gruppen der Salesianischen Familie, die in der Verehrung der Helferin einen der charismatischen Aspekte des Familiengeistes anerkennen. Solche Kongresse machen für die Vereinigung den Wert ihrer Zugehörigkeit sichtbar, vertiefen ihn und sind eine gute Gelegenheit der Erneuerung. Seit 1988 haben fünf Internationale Kongresse von Maria Ausiliatrice stattgefunden: Turin-Valdocco im Jahre 1988 (aus Anlass des 100. Todestages Don Boscos); Cochabamba (Bolivien) 1995; Sevilla (Spanien) 1999; Turin-Valdocco 2003 (aus Anlass der Jahrhundertfeier der Krönung der Maria-Hilf-Statue); Mexiko-Stadt 2007. In Fortführung dieser Treffen ist es eine große Freude, dass wir ankündigen können die Festlichkeit des der in Tschenstochau (Polen) beim Heiligtum der Schwarzen Madonna vom 3. bis 6. August 2011 stattfinden wird. Die Tatsache, dass dieser Kongress an einem heiligen Ort stattfindet, der so reich ist an Glaube, Geschichte und Spiritualität und vom Zeugnis der Heiligkeit so vieler Männer und Frauen geprägt ist, ist ein großer Ansporn, unseren Auftrag in der Schule Marias, wahre Schüler und leidenschaftliche Apostel in der Verkündigung des Evangeliums an die Jugendlichen, zu erneuern. Das Thema des Kongresses "Totus tuus", erinnert uns an die Heiligkeit und die große Marienverehrung des Dieners Gottes Johannes Paul II., der ein Sohn polnischer Erde war. Dieses Thema will unser kindliches Vertrauen zu Maria, der Helferin ausdrücken, damit wir mit ihr den Weg des Glaubens gehen und die großen Werte menschlichen Lebens, der Familie und der Erziehung, vertreten können. Zusammen mit den Salesianern, den Don-Bosco-Schwestern und den Salesianischen Mitarbeitern von Polen, die sich bereit erklärt haben, den Kongress zu koordinieren und zu gestalten, ist es unser Wunsch, dass er eine Begegnung der Salesianischen Familie werde, damit sie durch Maria, der Helferin, in der geschwisterlichen Gemeinschaft und in der apostolischen Zusammenarbeit wachse. Maria, die als erste die Botschaft des Heils vernommen und gebracht hat, möge uns lehren und leiten in der Verwirklichung unserer gemeinsamen Berufung von Personen und Gruppen, die Christus, den Gekreuzigten und Erhöhten, begegnet sind und ihn nun mit Freude und Treue verkünden. Von ihr lernen wir, dass die Tiefgründigkeit der Gotteserfahrung die Wurzel der Sendung ist und dass die Bezeugung des Glaubens das wichtigste Element der Evangelisierung ist. Ein solches Zeugnis wird umso glaubwürdiger, wenn wir den Menschen unserer Tage, besonders den Jugendlichen, als Brüder und Freunde nahe sind und sie mit Freude und Hoffnung begleiten. Auf diese Weise verkündigen wir den, an den wir glauben und bezeugen mit unserem Leben den, den wir verkünden. Der Generalobere Don Pascual Chávez hat uns bei diesen Kongressen, die eine besondere Gelegenheit bieten, immer ermutigt die Verehrung Marias, der Helferin der Christen, noch mehr zu verbreiten und er erinnert uns an die Verehrung der Gottesmutter, wie sie von Don Bosco selber gefördert wurde. "Meine lieben Brüder und Schwestern", sagt Don Chávez beim V. Kongress in Mexiko-Stadt 2007, "die gewaltigen sozialen und kulturellen Veränderungen wollen heute, wie zu Zeiten Don Boscos, die Familie als soziales Band vernichten. Die Kirche und die Salesianische Familie sind aufgerufen, Jesus und sein Evangelium als Vorbild hinzustellen, wie es Maria gemacht hat. Wir Mitglieder der Salesianischen Familie wollen, wie Don Bosco, die Jugendlichen zu Christus führen, der einzige, der die tiefsten Erwartungen nicht enttäuscht und der ihren Hunger und Durst nach Leben stillen kann. Bei dieser Sendung sind wir nicht allein, Maria, die Mutter Jesu, ist uns als mächtige Helferin im Kampf gegen den Bösen für das Heil der Jugendlichen zur Seite gestellt; sie ist die Helferin, die sich mit mütterlicher Liebe um jene sorgt, die sich in der großen Dunkelheit dieser Welt zu Füßen des großen Altarbildes in der Basilika von Turin stellen." Für die Vorbereitung des Kongresses geben wir zwei Hilfen für den Ausbildungsweg an: " Der
dritte Band der Reihe "Quaderni di Maria Ausiliatrice"
(Hefte von Maria Ausiliatrice') der Vereinigung Maria,
Helferin der Christen (ADMA) gewidmet und bestimmt für die
Ausbildung ihrer Mitglieder, besonders jener, die der Vereinigung
beitreten wollen und für jene, die Geschichte und den Geist
von ADMA kennen lernen wollen. Wir warten
auf weitere Anregungen und Vorschläge, die diese geistlichen
Grundlagen ergänzen und bereichern. Unsere Aufgabe ist es,
dass alle Gruppen der Salesianischen Familie an diesem Kongress
mit bedeutsamen Vertretern teilnehmen können und dass dieser
Kongress mit Hilfe von Maria, der Helferin der Christen, ein
außerordentliches Gnadengeschenk für die ganze Salesianische
Familie werde. Sig. Lucca Tullio,
Präsident von ADMA Familienchronik Turin-Valdocco:
Neuer Rat ADMA Primaria (2010-2014)
Es ist ein Rat, der einerseits die Kontinuität mit der Tradition garantiert, andererseits aber offen ist für neue Generationen, die sich unserer Vereinigung in Turin anschließen wollen. Wir danken allen Mitgliedern des früheren Rates CHIOSSO Giuseppina, PRIANTE Claudio, DOGLIO Ettore, SAVIAGNO, verw. Faiella Tina, RICCARDI Francesco, BELTRAMO Lucia, BELVISOTTI VIGNA Teresa für ihren großzügigen Einsatz und ihre Verfügbarkeit in der Leitung und Animation der Vereinigung. Wir erinnern an die Wichtigkeit und die Aufgaben von ADMA Primaria im Hinblick auf die Animation der ganzen Vereinigung und vertrauen den neuen Rat Maria, der Helferin der Christen, und Don Bosco an, damit er seinen Auftrag im Geist der Vereinigung ausführen kann.
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